13.01.2020 - 09:33 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Junge Union Grafenwöhr besichtigt Wasserwerk: Mehr als nur Hahn aufdrehen

Die Wasserqualität in Grafenwöhr ist gut. Doch wo kommt es her, wie wird es transportiert? Die Mitarbeiter der Stadtwerke erläuterten Mitgliedern der Jungen Union das Wasserwerk.

Die Junge Union Grafenwöhr lässt sich von Günther Rauh das Wasserwerk erklären.
von Stefan NeidlProfil

"Wasserproduktion heißt halt nicht nur, den Hahn aufdrehen und laufen lassen", informiert der Vorsitzende der Stadtwerke Frank Neubauer den Mitgliedern der Jungen Union und dem Vorsitzenden Stefan Pappenberger. Wie wichtig Wasser für Mensch und Gesellschaft ist, erklärt er mit der Analyse einer Studie: Würde das Wasser acht Tage lang ausbleiben, drohe selbst in Deutschland ein Bürgerkrieg.

Die Wassermeister Günter Rauh und Jonas Neubauer erklärten die Funktionsweise des Wasserwerks in Grafenwöhr. Das hiesige Wasser wird aus drei Brunnen geschöpft. Die Schöpfmenge pro Tag beträgt mehr als 2500 Kubikmeter, die jährliche rund eine Million Kubikmeter. Damit werden je nach Stationierung der US-Soldaten etwa 12000 bis 18000 Menschen täglich versorgt. Dafür unterhält Grafenwöhr ein Rohrnetz von 140 Kilometern. Die Brunnen sind zwischen 120 und 160 Meter tief - damit würde der Kirchturm der Stadt viermal hineinpassen. Die notwendigen Pumpen bringen eine Leistung von 75 Kilowatt.

Die Wasseraufbereitungsanlage wurde 2000 gebaut und 2011 erweitert. Auf zwei Filterstraßen werden Eisen und Mangan entfernt – eine reine Schönheitskur, denn genießbar wäre die sonst braune Brühe dennoch. Die Stadtwerke können 3000 Kubikmeter Wasser speichern – das Volumen von etwas mehr als einem Tagesverbrauch.

Das Personal umfasst vier Personen: zwei Wassermeister, einen Facharbeiter und einen Auszubildenden. Eigentlich zu wenig um die Leitungen in Grafenwöhr ständig zu warten. Das macht es notwendig Prioritäten zu setzen: Erst kommt die Versorgungssicherheit, dann die Wasserqualität. Ob die Einstellung eines weiteren Arbeiters möglich ist, soll demnächst geprüft werden.

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