25.04.2019 - 09:15 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Kieshaufen wird zur Sprungschanze

Wegen einer Baustelle ist der Abschnitt zwischen der Einfahrt am Grafenwöhrer Gründerzentrum und dem Ortsschild Geismannskeller komplett für den Verkehr gesperrt. Einen Autofahrer interessierte das aber nicht.

Der verunfallte Toyota Yaris
von Jürgen MaschingProfil

Auf der Bundesstraße 299 am Gründerzentrum ereignete sich am Mittwoch gegen 20.45 Uhr ein Unfall. Und das, obwohl dort wegen einer Baustelle der Abschnitt zwischen der Einfahrt am Gründerzentrum und dem Ortsschild Geismannskeller komplett für den Verkehr gesperrt ist.

Ein Mann aus Grafenwöhr wollte sich aber die Umleitung sparen und umfuhr laut der Polizei mit seinem Toyota Yaris die Absperrung. Mit einem solchen Hindernis hatte er auf dem gesperrten Abschnitt der B299 aber wohl nicht gerechnet: Ein etwa ein Meter hoher Kieshaufen lag auf der Straße. Der Mann fuhr über den Haufen, hob ab und landete schließlich zirka 25 Meter weiter wieder auf der Straße. Dort blieb er mit seinem beschädigten Fahrzeug liegen. Ein in der Nähe arbeitender Feuerwehrmann wurde wegen des Geräusches auf den Unfall aufmerksam und alarmierte umgehend weitere Einsatzkräfte. Nach Angaben der Polizei gingen alle Airbags des Autos auf, der Mann zog sich keine äußerlichen Verletzungen zu. Der Toyota erlitt laut der Beamten wirtschaftlichen Totalschaden. Er musste abgeschleppt werden.

Die Feuerwehr aus Grafenwöhr war zum Binden der auslaufenden Betriebsstoffe mit rund 20 Mann an der Einsatzstelle. Einsatzleiter Alexander Richter beschrieb auch die Situation beim Anfahren der Einsatzkräfte, die durch weitere Verkehrsteilnehmer behindert wurden. Diese befuhren, trotz eindeutigem Verbot, den Fuß- und Radweg neben der Bundesstraße, der nur für die Rettungskräfte freigegeben ist. Auch, als die Polizisten zur Unfallaufnahme vor Ort waren, benutzten weitere Fahrzeuge diesen Weg.

Der als Sprungschanze benutzte Kieshaufen
Der verunfallte Toyota Yaris
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