03.07.2020 - 11:42 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Kommunalpolitiker besuchen Kindergärten

Die drei Kindertagesstätten bekamen Besuch von den Grafenwöhrer Stadtratsmitgliedern. Die jeweiligen Leiterinnen informierten über Kapazitäten, Probleme und Wünsche sowie über den Bedarf für die Zukunft.

Die Grafenwöhrer Stadtratsmitglieder besichtigen die drei Kindertagesstätten im Stadtgebiet. Dabei nehmen die Lokalpolitiker die neue Feuertreppe des Kindergartens St. Josefs in Augenschein.
von Stefan NeidlProfil

Bei gleich neun neuen Stadtratsmitgliedern gehört es dazu, dass sie alle Institutionen des Stadtgebiets kennenlernen. Aber natürlich müssen auch die "alten Hasen" immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden. So besuchten die Stadträte nun die drei Kindertagesstätten Grafenwöhrs.

Los ging es in Hütten beim Kindergarten St. Josef. Leiterin Christine Götzl und Bürgermeister Edgar Knobloch teilten die Stadträte in zwei Gruppen auf – Corona macht es nötig. Götzl informierte, dass in der Einrichtung momentan 34 Kinder in zwei gemischten Gruppen betreut werden. Im kommenden Kindergartenjahr sollen diese aber nach dem Alter getrennt werden. Die Gruppe der Jüngeren soll dann im Erdgeschoss bis zum dritten Lebensjahr gehen. Gesetzlich darf diese Gruppe maximal aus zwölf Kindern bestehen, neun sind bereits angemeldet. Die Älteren werden im Keller betreut.

Das erfordert aber viele Anpassungen: Kleinere Möbel, ein angepasster Sanitärbereich und eine Wickelstelle soll die Kindertagesstätte bekommen. Im sanierten Turnraum wird noch die Elektrik gemacht. Diesen nutzt die Gymnastikgruppe der Concordia mit. Im Jahr 2021 werden sich zwei Erzieher und zwei Kinderpfleger um die Schützlinge kümmern. Götzl ist dann nicht mehr dabei: Sie geht in den Ruhestand und übergibt die Leitung.

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Mehr Schlafraum schaffen

Am evangelischen Kindergarten "Kunterbunt" erwarteten Leiterin Ines Gutt und Pfarrer André Fischer die Lokalpolitiker. Elf Erzieher und Kinderpfleger betreuen dort in zwei Krippengruppen 21 Kinder und in zwei Kitagruppen 45 Kinder. Außerdem werden zwei Mittagsbetreuungsgruppen für 14 Schulkinder angeboten. Eine Garderobe soll verkleinert werden, um Platz für einen größeren Schlafraum und einen Fluchtweg zu schaffen. Hierbei herrscht Zeitdruck: Die Arbeiten müssen bis zum 31. August abgeschlossen sein, sonst erlischt die Betriebserlaubnis. Fischer sieht den Bedarf: Nachfrage und Rechtsanspruch sind da und werden weiter zunehmen.

Über die katholische Kindertagesstätte St. Theresia klärte Leiterin Martina Müller auf. Diese Einrichtung existierte bereits seit 1929 und das aktuelle Gebäude wurde bereits 1967 gebaut. Trotz einer Teilsanierung und eines Anbaus 1987 merkt man dem Gebäude das Alter mittlerweile an. Dach und Mobiliar sind zum Teil noch von damals und die Abwasserrohre machen Probleme. 21 Pädagogen unterrichten dort 141 Kinder in sieben Gruppen. 119 Jungen und Mädchen essen dort regelmäßig. 2004 wurde die heutige Außenanlage gestaltet, 2007 kamen zwei Krippengruppen dazu, 2009 wurde das Dach ausgebaut, 2015 entstand der eigene Garten. Neue Led-Lichter und eine Photovoltaikanlage schmücken mittlerweile die Anlage. Im Betrieb ist mittlerweile der Sozialraum für die Angestellten weggefallen, ein Ersatz wäre ein Wunsch von Müller. Außerdem wäre ein W-Lan auf dem Gelände nötig. Dazu haben sie eine Seite in sozialen Netzwerken gestartet und planen sogar eine eigene Kita-App.

Bürgermeister Edgar Knobloch und Leiterin Christine Götzl begrüßen die Grafenwöhrer Stadträte zur Besichtigung des Kindergartens St. Josef in Hütten.

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