29.06.2020 - 09:48 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Öffnung des Grafenwöhrer Waldbads erfolgreich

Seit 8. Juni ist das Grafenwöhrer Waldbad geöffnet. Doch schrecken strenge Hygienevorschriften und Kontrollen die Gäste ab? Bürgermeister Edgar Knobloch zieht Bilanz.

Es ist die richtige Entscheidung gewesen, das Grafenwöhrer Waldbad trotz der Coronakrise zu öffnen, ist Bürgermeister Knobloch sicher. Nach den ersten Wochen zieht er eine positive Bilanz.
von Stefan NeidlProfil

Grafenwöhr war die erste Stadt in der Gegend, die ihr Freibad geöffnet hatte. Die Lockerung ließ eine Öffnung ab dem 8. Juni und an diesem Tag nahm das Waldbad den Betrieb wieder auf. Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) zog im Stadtrat eine positive Bilanz. Trotz wenigen heißen Sommertagen hatten bis zum 25. Juni rund 3132 Menschen das Bad besucht. 231 Jahreskarten sind verkauft worden. Von den ursprünglich geplanten 200 Schwimmern, die gleichzeitig im Becken sein dürfen, ist Knobloch abgerückt: Momentan sind 185 Menschen gleichzeitig im Wasser erlaubt.

Corona erfordert ein umfassendes Hygienekonzept und Kontrollen. Der vermehrte Personalaufwand wurde durch eine Aufstockung der Arbeitszeit geringfügig Beschäftigter erfüllt, Neueinstellungen waren nicht nötig. Die maximale Besucherzahl von 650 Gästen kann auch seit Donnerstag über einer Webcam überprüft werden. Der Bauhof baut gerade zwei weitere Außenumkleiden.

Knobloch reagierte auf Vorwürfe, dass Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen auf das Gelände dürfen. Diese Maßnahme sei keine Vorgabe der Stadt, sondern der Regierung. Gerald Morgenstern (CSU) lobte die Öffnung des Bades. Er wünschte sich, dass geprüft wird, ob die Innenduschen und der Umkleidebereich ebenfalls geöffnet werden können. Die dortigen Schließfächer könnten für Sicherheit sorgen.

Förderung für Breitbandausbau

Hermann Prölß vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung informierte das Stadtratsgremium über die Bayerische Gigabit-Richtlinie. Damit ist eine bis zu 90-prozentige Förderung für den FTTB-Breitbandausbau für die 2627 Hausanschlüsse in Grafenwöhr zu bekommen und soll helfen, weiße Flecken mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde zu beseitigen.

Einem Bürger wurde ein Bauantrag für einen Anbau mit Unterkellerung in der Schulstraße genehmigt. Knobloch stellte den Beteiligungsbericht für verschiedene Gesellschaften des Gründerzentrums, der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises sowie der Management- und Entwicklungsgesellschaft vor.

Veranstalter schon ausgebucht

Stadtverbandsvorsitzender und CSU-Stadtrat Gerhard Mark erklärte, die Planungen für das Bürgerfest am Wochenende des 10. Juli 2021 vorantreiben zu wollen. Durch die Coronakrise fallen dieses Jahr viele Feste aus und würden im nächsten Jahr nachgeholt. Deswegen seien viele Veranstalter bereits ausgebucht und es falle schwer, ein interessantes Programm zu gestalten. Der Stadtrat beauftragte den Kulturausschuss mit der weitergehenden Planung.

Johannes Stauber (CSU) wünschte sich eine Einfriedung der Glascontainer im Stadtgebiet, da diese kein schönes Bild abgeben. Außerdem seien sie verdreckt und würden oft überquellen.

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