14.06.2019 - 15:57 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Kreisverkehr bei Grafenwöhr offiziell eingeweiht

18 teils schwere Unfälle in elf Jahren machten den Bau eines Kreisverkehrs an der B299 notwendig. Nach nur acht Wochen Bauzeit ist er fertig. Der Stadt kostet er nichts. Auch erste Dekorationen stehen fest.

Politik, Kirche und Vertreter der US-Armee durchtrennten das Band und gaben damit offiziell den Kreisverkehr frei.
von Stefan NeidlProfil

Bürgermeister Edgar Knobloch war sichtlich zufrieden über seinen neuen Kreisverkehr an Gründerzentrum und Gate 6: "Es ist der erste Grafenwöhrer Kreisverkehr. Der Bau ging überraschend schnell. Anstelle der drei Monate haben die Arbeiten nur acht Wochen gedauert." Der einstimmige Beschluss des Stadtrats für den Kreisverkehr soll den Unfallschwerpunkt entschärfen. Von 2007 bis 2018 sind 18 teils schwere Unfälle an der Stelle passiert.

Deutlich länger als der Bau habe die Planung gedauert. Gate 6 ist einer der Hauptzugangswege zum Truppenübungsplatz, deswegen sollten auch die Bedürfnisse der US-Armee berücksichtigt werden. Diese übernimmt 24 Prozent des 700.000 Euro teuren Projekts. Die Hauptlast trägt der Bund, so dass der Stadt selbst keine Kosten entstanden sind.

Die Bundesstraße 299 in Richtung Gmünd wurde daher gleich mit saniert. "Ein großer Dank gilt allen Grafenwöhrern, Gmündern und vor allem den Unternehmen am Gründerzentrum, die schwer zu erreichen waren oder große Umwege in Kauf nehmen mussten", erklärt Knobloch. Mit einem Augenzwinkern lobte er nicht ganz ernst gemeint die Kreativität der Autofahrer trotz Straßensperren eine Abkürzung zu finden.

Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach informierte über die Dimensionen des Neubaus: "Der Kreisverkehr hat einen Durchmesser von 50 Metern und eine Breite von sieben Metern. Auch die schweren Maschinen des Truppenübungsplatzes kommen hier problemlos durch."

"Naturschutz und Flächenfrass sind in aller Munde. Wir bauen nur, wo es sein muss. Und die Unfallstatistik hat gezeigt: Hier musste es sein," betonte Landrat Andreas Meier die Notwendigkeit des Projekts. Der Kommandant des Truppenübungsplatzes Adam Boyd hatte doppelten Grund zur Freude. Denn der 14. Juni ist gleichzeitig auch der Geburtstag der US-Armee.

Nachdem die Pfarrer Bernhard Müller und André Fischer dem Kreisverkehr ihren Segen erteilt hatten, informierte Knobloch über die geplanten Dekorationen: "Es werden die Wappen von Grafenwöhr, der Partnergemeinde Grafenwörth, der US-Army Garrison Bavaria und des 7th-Army-Training-Command angebracht." Über einen Blickfang in der Mitte will der Stadtrat demnächst entscheiden. Es gäbe aber schon konkrete Vorstellungen.

Ein Oldtimer war der erste, der den Kreisverkehr befuhr. Nicht so wichtig, dass er dabei entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war.

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