10.07.2019 - 09:36 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Linksabbiegen ein leidliches Thema

Wer von der Neuen Amberger Straße in die Grafenwöhrer Altstadt abbiegen will, der ärgert sich oft über den Gegenverkehr. Wegen der anstehenden Sanierung will der Bauausschuss nun Möglichkeiten zur Entspannung prüfen.

Die Mitglieder des Bauausschusses diskutieren über die Linksabbiege-Spur in Richtung Stadt. Auch über die Parkplatzsituation beim Spiel- und Schreibwarengeschäft Gradl-Petra grübelt das Gremium. Dort sollen neue Flächen entstehen. Ob die Lage für diese günstig ist, davon machen sich die Kommunalpolitiker vor Ort ein Bild.
von Stefan NeidlProfil

Das Straßenbauamt Amberg-Sulzbach beschloss bereits im vorigen Jahr auf Anraten der Kommune, die Bundesstraße 299 durch das Stadtgebiet von der Schremel-Brücke bis zum Aldi-Markt zu sanieren. Von August bis September sollen die Arbeiten dauern. "Wir wollen das in drei Wochen durchziehen", erklärte Bereichsleiter Gerhard Kederer. Die Maßnahme erfolgt größtenteils durch eine einseitige Sperrung. "Für nur sechs Tage soll die Neue Amberger Straße an der Stelle voll gesperrt werden", fügte Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) hinzu.

In der Juni-Stadtratssitzung kam im Gremium die Frage auf, ob durch eine Linksabbiege-Spur von Pressath kommend nicht der Verkehrsfluss gefördert werden könne. Der Bauausschuss sah sich daraufhin den Ort an: Wer an der Stelle nach links in die Altstadt abbiegen will, muss dort wegen des Gegenverkehrs öfters eine Weile stehenbleiben und hält dadurch nachfolgende Verkehrsteilnehmer auf. Besonders fatal ist dies in Kombination mit dem Lagerverkehr vom Truppenübungsplatz.

Für eine solche Spur müsste aber die Fahrbahn verbreitert werden und die Grünflächen entlang der Straße müssten weg. Die Lärmbelastung für die Anwohner würde steigen, da der Verkehr näher an Wohnhäusern entlangführt. Kederer erklärte, dass diese Diskussion im Jahr 2007 schon einmal geführt und wieder verworfen wurde. Ein weiteres Problem ist, dass Beschluss und Ausschreibung bereits abgeschlossen sind. "Wenn wir nachträglich was ändern wollen, wird es teuer", meinte Kederer. Wegen der bereits erfolgten Ausschreibung müsste die Stadt die Kosten dafür selbst tragen.

Die Mitglieder des Bauausschusses waren sich unschlüssig, ob eine Linksabbiege-Spur sinnvoll ist. Es kam die Frage auf, ob ein Linksabbiege-Verbot sinnvoller wäre und den Verkehr in die Altstadt über die Deyerling-Kreuzung zu leiten. Stefan Ott (SPD) erinnerte aber an den Busverkehr, der die Spur benötigen würde.

Für das Spiel- und Schreibwarengeschäft Gradl-Petra gibt es keine Parkplätze in unmittelbarer Nähe. Das Bauausschuss-Gremium beriet, ob eine Auflösung des Grünstreifens direkt davor sinnvoll wäre. Der Platz sei in Stadtbesitz und es könnten zwei bis drei Stellplätze entstehen. Nach kurzer Diskussion entschieden sich die Politiker, prüfen zu lassen, ob neue Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite bei der Ampel möglich sind.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.