In den vergangenen Jahren seien auf Ebene des Landkreises sowie im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit (ILE) umfangreiche konzeptionelle und fachliche Vorarbeiten geleistet worden. Unter anderem die Entwicklung eines Nutzungskonzepts, die Einbindung zuständiger Fachstellen sowie die Erstellung einer Machbarkeitsstudie, die das Potenzial des Standorts eindeutig aufgezeigt habe. "Auch politisch und finanziell wurde das Projekt gefördert und wiederholt als große Chance für die regionale Entwicklung eingeordnet."
Keine alleinige Kostenübernahme
Warum hat es trotzdem nicht geklappt? Für die Umsetzung eines solchen Vorhabens seien zwingend konkrete Schritte auf kommunaler Ebene erforderlich, so das Landratsamt. Dazu zählen insbesondere die Einleitung der Bauleitplanung, die Klärung der Erschließung und Verkehrsanbindung, die Vorlage eines klaren Projektfahrplans innerhalb eines angemessenen zeitlichen Rahmens sowie entsprechende verbindliche formelle Beschlüsse, um Planungssicherheit für Investoren herzustellen. "Diese Schritte gehen deutlich über vorbereitende Befassungen und Beratungen hinaus."
Lehren für die Zukunft
Dabei sei ausdrücklich auch nicht von einer alleinigen oder vollständigen Kostentragung durch die Standortkommune auszugehen, teilt der Kreis mit. "Der Rückzug des Investors verdeutlicht, dass selbst gut vorbereitete Projekte mit vorhandenen Konzepten und starkem Investoreninteresse nicht realisiert werden können, wenn das erforderliche Maß an Verbindlichkeit und Umsetzungskraft auf allen zuständigen Ebenen nicht gleichermaßen gegeben ist", heißt es wörtlich in der Pressemitteilung.
Für künftige Vorhaben gelte es daher, frühzeitig sicherzustellen, dass Verantwortung, Entscheidungsbereitschaft sowie Umsetzungswille und Umsetzungsfähigkeit auf allen beteiligten Ebenen in gleicher Weise vorhanden sind.

















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