Grafenwöhr
17.03.2024 - 12:10 Uhr
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Mehr Sicherheit für Fußgänger auf Grafenwöhrs Straßen

Um Fußgängern und Radfahrern das Leben zu erleichtern, will Grafenwöhr an zwei Stellen Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreifen. Die Frage ist Zebrasreifen oder Verkehrsinsel?

Der Bau von Verkehrsinseln als Querungshilfen mitsamt der Baustellen hat für ordentlich Aufregung in der Stadt gesorgt. Aber Stadtrat und Bauausschuss sprechen weiterhin von sinnvollen Maßnahmen. Darum sollen an der Felsmühlstraße und der Pressather Straße zwei weitere Verbesserungen für Fußgänger gebaut werden.

Leitender Baudirektor Tobias Bäumler und Bereichsleiter Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach sahen sich das wegen der Bedeutung der Pressather Straße als Bundesstraße vor Ort mit an. Das ist die Verlängerung der Hauptstraße Neue Amberger Straße. Insofern herrscht viel Verkehr. Autos biegen oft zügig in die Felsmühlstraße ein. Für Fußgänger und Radfahrer kann es da schnell brenzlig werden. Eine Querungshilfe soll ihnen einen sicheren Haltepunkt geben und den Pkw-Verkehr entschleunigen.

Schwierige Situation

Einig waren sich alle Beteiligten, dass eine Lösung im Einmündungsbereich kommen soll. Die Frage war wohin? Zwar wollten die Stadträte möglichst nahe an die Kreuzung heran, doch dies blockiert die Zufahrt eines Anliegers. Etwas versetzt wäre eine Verlegung der Bordsteinabsenkung nötig. Außerdem zweifelten die Stadträte, ob die Fußgänger einen Umweg akzeptieren würden.

"Gab es hier überhaupt Unfälle, die Maßnahmen erfordern?", fragte Thomas Mayer (CSU). Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) verneinte. "Aber gerade für ältere Menschen wäre eine Hilfe wünschenswert." Er brachte einen Zebrastreifen ins Spiel. Dieser funktioniere sehr gut in der Alten Amberger Straße. Radfahrer müssten aber absteigen und schieben. "Absteigen wird kein Fahrradfahrer. Und im Einmündungsbereich ist ein Zebrastreifen immer schwierig", blieb Bäumler skeptisch.

Beispiel Bahnhofssiedlung

Der Behördenleiter maß mit großen Schritten selbst die Stelle aus. Eine übliche Verkehrsinsel würde an der favorisierten Stelle gar nicht passen, schloss er. Knobloch verwies auf die Querungshilfe in der Bahnhofssiedlung beim Altenheim. Die müsse doch hier auch funktionieren. Bäumler meinte, dies sei wohl eine Maßanfertigung für Grafenwöhr gewesen: "Schön wird das aber nicht." Knobloch: "Die Leute wollen keine schöne, sondern eine praktische Lösung."

In der Pressather Straße soll auf Höhen der Bushaltestellen eine weitere Querungshilfe gebaut werden. Dafür würden die Haltebuchten zurück gebaut werden und die Busse würden zukünftig auf der Straße halten. Mit einer kleinen Verkehrsinsel wäre ein Überholen nicht mehr möglich. Entgegen früherer Annahmen können die Bushäuschen an den Stellen stehen bleiben. Bäumler erklärte, dass das Bauamt die Querungshilfe zahlen würde. An einer Seite müsste ein Gehweg gebaut werden. Dies obliege der Stadt.

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