14.08.2018 - 11:41 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Mercedes-Dieb noch auf der Flucht

Großfahndung bei Grafenwöhr: Ein Polizei-Hubschrauber und bis zu 20 Streifenwagen durchkämmen am Montag die Region. Den flüchtigen Dieb bekommen sie dabei aber nicht zu fassen.

Die Polizei fahndet nach einem Autodieb.
von Anne Spitaler Kontakt Profil

(spi) Die großangelegte Suche der Polizei nach einem gestohlenen grauen Mercedes mit Rother Kennzeichen (RH) und dem flüchtigen Dieb blieb am Montag ergebnislos. „Es ist leider nicht gelungen, das entwendete Fahrzeug oder den Fahrer zu finden“, bestätigt Albert Brück am Dienstagmorgen auf Nachfrage.

Der Polizeihauptkommissar und Pressesprecher des Präsidiums Oberpfalz berichtet zwar, dass es mehrfach Tipps aus der Bevölkerung gegeben hat, bei der Überprüfung der Hinweise habe sich jedoch jedes Mal herausgestellt, dass es sich nicht um den gesuchten Wagen handelte. Bis in die Abendstunden waren die Polizisten auf der Suche nach dem Täter, der am Montagmorgen in Mittelfranken einen neuwertigen Mercedes GLC in der Sonderausführung AMG gestohlen hatte (wir berichteten). Die Beamten vermuteten aufgrund eines Hinweises, dass der Unbekannte mit dem Auto in ein Waldstück beim Grafenwöhrer Gründerzentrum abgetaucht war. Finden konnten sie den Wagen trotz großräumiger Fahndung bei Grafenwöhr, Pressath, Weiden und bis hin zur Grenze nach Tschechien aber nicht. Brück erklärt das mit einem „gewissen Vorsprung“, den der Täter habe. Flüchtige würden zudem rücksichtslos durch die Gegend düsen und könnten so den Polizisten auch mal entkommen.

Die Polizei hatte am Montag zudem davor gewarnt, Anhalter in dem Bereich mitzunehmen. „Erfahrungsgemäß lassen die Diebe bei entsprechendem Fahndungsdruck die entwendeten Fahrzeuge stehen, flüchten zu Fuß und versuchen, teilweise auch als Anhalter zu entkommen“, schrieb Brück zur Begründung in einer Pressemitteilung. Verdächtige Fußgänger wurden am Montag aber auch nicht gesichtet.

Wo sich der unbekannte Dieb und der Wagen nun befinden, kann die Polizei nicht sagen. Aus Erfahrung weiß Brück aber, dass gestohlene Fahrzeuge meist ins Ausland transportiert werden. Die Vermutung liege auch nahe, dass es sich bei dem Fall um organisierten Diebstahl handelt. Die weiteren Ermittlungen hat nun die Kripo Schwabach übernommen.

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