Das Haushaltsjahr 2019 neigt sich dem Ende zu. Zeit zum Einplanen dringender Investitionen für das kommende Jahr. Dazu gehören für Bürgermeister Edgar Knobloch und die Ratsversammlung Anschaffungen für die Wehren der Stadt. Immerhin sind mit den Feuerwehren für den Hauptort, in Gößenreuth, Gmünd und Hütten gleich vier selbstständige Einheiten für die Bürger da. Auch die Einsatzzahlen steigen, berichtete der Bürgermeister dem Gremium.
Mit den Einsätzen wachsen auch die Anforderungen an Personal und Ausstattung. An einer zeitgemäßen Ausrüstung darf es da nicht fehlen. Darin waren sich in der Sitzung am Donnerstagabend alle Stadträte einig. Ein einstimmiges Votum gab es deshalb für den Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr Gmünd zur Neubeschaffung eines Tragkraftspritzen-Fahrzeuges TSF-W. Der Fahrzeugtyp steht für eine feuerwehrtechnische Standardbeladung einschließlich Löschtank. Manfred Kraus, Kommandant der Wehr in Gmünd und Alexander Richter, Feuerwehrchef in Grafenwöhr begründeten die Notwendigkeit der Neuanschaffung des „7,5 Tonners“ einschließlich Zusatzbeladung, zum Beispiel mit Atemschutzgerät.
Bürgermeister Knobloch bezifferte die Kosten auf zirka 200.000 Euro. Einkalkuliert ist eine staatliche Förderung von zirka 39.000 Euro. Dem Beschluss des Finanzausschusses vom 6. November 2019 folgend stimmte auch der Gesamtstadtrat der Beschaffung zu. Ein Teilbetrag der Gesamtkosten soll im Haushalt 2020 veranschlagt werden. Mit der Auslieferung rechnet die Verwaltung im Jahr 2021.
Auch für die Wünsche des Grafenwöhrer Kommandanten Richter hatte die Ratsversammlung offene Ohren. Der „Feuerwehr-General“ verwies auf den schlechten Zustand des 16 Jahre alten Mehrzweckfahrzeuges (MZF) und auf anstehende hohe Reparaturkosten und empfahl deshalb eine Neubeschaffung. Auch für diesen Antrag lag dem Gremium eine Kaufempfehlung des Finanzausschusses vor. Der Bürgermeister nannte Kosten von zirka 110.000 Euro. Als Zuschuss seien vom Freistaat nach den aktuellen Förderrichtlinien zirka 16.300 Euro zu erwarten, so Knobloch. Im Gremium herrschte Einvernehmen, die Mittel im Haushaltsjahr 2020 bereitzustellen.
Zügig geht die Stadt an den Austausch der Schutzanzüge für die Brandschützer aller Ortswehren. Als abgeschlossen erklärte Knobloch die Aktion für die Feuerwehr Grafenwöhr und für die Kommandanten aller Ortsfeuerwehren. Das Anschaffungsprogramm für 2020 beinhaltet die Ausstattung der Aktiven der Feuerwehren Gmünd, Gößenreuth und Hütten mit 29 neuen Anzügen für Atemschutzträger und mit 22 „normalen“ Schutzanzügen.
Gleichzeitig sollen auch zwei Jugendliche, eine Dame und drei Bauhofmitarbeiter der Stadt als Unterstützer der Wehr am Tage mit Schutzanzügen versorgt werden. Für die insgesamt 57 Schutzanzüge rechnet die Stadtkämmerei mit Kosten von zirka 55.000 Euro. Die Mittelbereitstellung ist für das nächste Haushaltsjahr eingeplant. Die Auftragsvergabe soll noch im Dezember 2019 erfolgen. Auch darin war sich das Gremium einig.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.