29.11.2019 - 08:35 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Schnitzergemeinschaft Grafenwöhr gestaltet Brunnen zur Weihnachtslandschaft um

Im Sommer sprudelt aus dem Brunnen vor dem Rathaus in Grafenwöhr frisches Wasser. Zur Adventszeit verwandelt er sich in eine weihnachtliche Landschaft.

Pünktlich zum Weihnachtsmarkt am ersten Adventssonntag haben die Mitglieder der Schnitzergemeinschaft Grafenwöhr wieder ihre Krippenausstellung vor dem Rathaus aufgebaut. Stolz präsentieren (von links) Horst Rozinski, Willi Neumüller, Wolfgang Herzog, Maria Ott, Werner Ohla, Ludwig Brunner und Manfred Stahl die kunstvoll arrangierte Landschaft.
von Autor OWProfil

Bei der Vorbereitung für den Weihnachtsmarkt hatten vor 18 Jahren Mitglieder der Grafenwöhrer Schnitzergemeinschaft die Idee, den Markt mit einer Krippenausstellung aufzuwerten. Ein Standort war auch gleich gefunden: Der Brunnen vor dem Rathaus sollte zu einer weihnachtlichen Landschaft umgebaut werden. Der städtische Bauhof konstruierte einen hölzernen Pavillon, in dem der Brunnen mit Holzplatten abgedeckt wurde. Am Sonntag, 1, Dezember, findet wieder der alljährliche Weihnachtsmarkt auf dem Markplatz statt. Pünktlich zu diesem Ereignis wurde daher mit den Kunstwerken der Schnitzer der Pavillon wieder aufgebaut.

Zunächst gestalteten die Mitglieder die Landschaft, indem sie allerlei aus dem Wald wie Moos, Rindenstücke oder knorrige Holzwurzeln gekonnt arrangiert haben. Dazwischen schlängelt sich ein sandiger Weg, auf einem Weiher schwimmen Gänse und Enten. Im Vordergrund überragt eine große Krippe das Ensemble. Die heiligen drei Könige sind gerade dabei, ihre Gaben beim Jesuskind in der Krippe abzulegen.

Im Hintergrund ist die begleitende Karawane mit Kamelen und einem bepackten Elefanten zu sehen. In der bergigen Landschaft hüten Schäfer ihre Tiere. Hinter einem Felsen lauert ein Wolf und wartet darauf, dass der Schäferhund seine Herde aus den Augen verliert. Eine Wildsau durchwühlt den Waldboden und sucht nach Eicheln.

Schnitzer Ludwig Brunner schätzt, dass mindestens 150 Ausstellungsstücke ausgestellt sind. Alle Figuren stellten die Mitglieder der Schnitzergemeinschaft her. „Für so ein kleines Schaf braucht ein erfahrener Schnitzer einen halben Tag, eine anspruchsvolle Figur kann einen schon mehrere Tage beschäftigen. Bei 150 Figuren kann man sich ausrechnen, wie viele Stunden die Schnitzer daran gearbeitet haben“, erläuterte Brunner. Bei Einbruch der Dunkelheit wird die Szene beleuchtet und bietet dann einen idyllischen Anblick. Die weihnachtliche Landschaft schmückt bis zum Sebastianfeiertag Ende Januar den Vorplatz des Rathauses.

Der Mittelpunkt der weihnachtlichen Landschaft ist eine große Krippe bei der die heiligen drei Könige gerade ihre mitgebrachten Gaben ablegen.
Die Karawane der heiligen drei Könige mit Kamelen und einem Lastenelefanten.
„Wer ist der Stärkere?" Zwei Geißböcke kämpfen um die Vormachtstellung. Im Hintergrund führt ein Hirte seinen Esel.

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