23.02.2021 - 13:50 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Stadtrat forciert Wohngebiet "Am Bühl"

14 neue Parzellen sollen am im neuen Baugebiet "Am Bühl" entstehen. Nachdem das Projekt lange stillstand, kommt nun Tempo in die Entwicklung. Im Mai ist der Beginn der Erschließung geplant.

In Gößenreuhth soll zwischen Heidweg und Mühlweg ein neues Wohngebiet entstehen. Noch liegt die Fläche brach da.
von Stefan NeidlProfil

Der Bebauungsplan für das Baugebiet "Am Bühl" in Gößenreuth besteht bereits seit über zehn Jahren. Bisher gab es jedoch noch keine Bauanträge, weswegen das Projekt so lange nicht vorangetrieben wurde. Wegen der steigenden Nachfrage nach Wohnraum will die Stadt die Erschließung nun fertigstellen. Auf circa 14 000 Quadratmetern sollen dort 14 neue Parzellen zwischen 600 und 1000 Quadratmetern entstehen – eine Weitere ist bereits bebaut. Michael Wagner vom Architektur- und Ingenieurbüro Schultes stellte im Stadtrat die Planungen für Straße und Wasser in dem Dorf-Misch-Gebiet vor.

Zwei Anliegerstraßen

Auf 250 Metern Länge soll die Straße "Am Bühl" von West nach Ost verlaufen und damit Heidweg und Mühlweg verbinden. Dazu kommen zwei Anliegerstraßen in Richtung Norden und Süden. Die Straße soll eine Breite von 5,50 Metern mit einem 1,50 Meter breitem Multifunktionsstreifen für Versorgung und Fußgänger haben. Ein weiterer Anliegerweg in den Süden werde nur geschottert, da er die Verbindung zu einem landwirtschaftlich genutzten Grund sein wird. Dort muss eine Auffüllung von einem Meter vorgenommen werden, da ein Wasserkanal verlegt wird.

Baugebiet direkt vor der Nase

Preißach bei Trabitz

Die Wasserhauptleitung soll laut Wagner entlang der Planstraße "Am Bühl" verlaufen. Regen- und Schmutzwasser werden getrennt abgeleitet. Der Kanal soll ein 300er-Rohr erhalten, ausreichend berechnet für die Stelle. Durch das natürliche Gefälle wird kein Hebewerk notwendig sein. Im Norden soll ein Regenrückhaltebecken mit 120 Kubikmetern Fassungsvermögen entstehen. Von dort wird das Regenwasser gedrosselt mit maximal fünf Liter pro Sekunde in den Brückelwieselgraben und dann in die Creußen abgegeben. Das Schmutzwasser wird entlang des Bahndamms in Richtung Grafenwöhr abgeleitet.

Zur Erschließung müssen Zaun- und Heckenanlagen von benachbarten Grundstücken entfernt werden, die Stadt werde diese aber wieder errichten. Im Süden des Baugebiets verlaufen bereits einige Drainagen, diese sollen erfasst und zu einem Kanal zusammengefasst werden. Gerade im Sommer sind diese aber schlecht ersichtlich. Kellerbauten sollen den Angaben Wagners nach überall ohne Angst vor Wasser möglich sein. Nun sollen die Ausschreibungen beginnen, Erschließungsbeginn soll im Mai sein. Wagner will den Firmen dabei ein großzügiges Baufenster einräumen, um viele Bieter zu guten Preisen locken zu können.

Für jeweilige Nutzung ausgelegt

Gerhard Mark (CSU) erkundigte sich nach der Beschaffung der Multifunktionsstreifen und ob diese ohne Probleme von schweren, landwirtschaftlichen Maschinen befahren werden könnten. Wagner verwies auf den Hinkacker in Gmünd und Zur Stiegl in Gößenreuth. In dieser soll auch diese Straße werden und wäre damit solide genug. Thomas Schopf (FW) fragte nach der Müllentsorgung der nördlichen Grundstücken mit einer schmaleren Zubringerstraße. Wagner erklärte dortige Anwohner müssten ihre Mülltonnen bis zur Hauptstraße vorschieben, da Müllfahrzeuge dort nicht fahren dürften.

Für Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) entsteht dort "ein attraktives Wohngebiet in einer guten Dorfgemeinschaft". Es liegt direkt am Radweg, man sei gleich in Grafenwöhr. Zu einer der nächsten Sitzungen will Knobloch die Ausschreibungsergebnisse präsentiere. Der Stadtrat genehmigte einstimmig die Ausführungen wie vorgestellt.

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