27.11.2019 - 07:56 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Stadtrat Grafenwöhr: Waldbad eine Herzensangelegenheit

Das Waldbad ist Teil der Lieblings-Einrichtungen der Stadt Grafenwöhr. Es zu hegen und zu pflegen, gehört deshalb zu den vordringlichen kommunalen Aufgaben, wie die jüngsten Sanierungsmaßnahmen beweisen.

Als attraktiv und familienfreundlich loben Bürgermeister Edgar Knobloch und der Stadtrat das städtische Waldbad. Derzeit läuft eine Dachsanierung. Im Gespräch sind auch Neuerungen.
von Robert DotzauerProfil

Nach der Badesaison ist schon wieder vor der Saison. Die Stadt nutzt in dieser Zeit die Gelegenheit zur Dachsanierung des Städtischen Waldbades. Im Rahmen der Demontage der asbesthaltigen Faserzementplatten ergaben sich verdeckte Schäden an der Holzkonstruktion. Die Ausbesserung mit Grobspanplatten verursachte einen Kostenmehraufwand von knapp 3.500 Euro brutto. Der Stadtrat erteilte den Zusatzauftrag an die Firma „Gebhardt Dach und mehr“ aus Weiden.

Auch die Attika-Verkleidung aus Aluminiumwellen verursachte Mehrkosten. Um die attraktive Ansicht des Waldbad-Gebäudes zu erhalten, genehmigte der Stadtrat einstimmig anstelle von Aluminiumwellen in fünf Meter langer Längsrichtung glatte Alu-Elemente mit maximal zwei Meter langen Teilstücken. Der Mehrpreis der in lichtblau beschichteten Bleche beläuft sich auf 2.900 Euro brutto.

101 Badetage mit 46.582 Besuchern: Mit diesen Zahlen zog Bürgermeister Edgar Knobloch in der Stadtratssitzung auch eine positive Bilanz zur Beliebtheit des Waldbades. „Im Durchschnitt 420 Badegäste pro Tag, das war erfreulich“, stellte er fest. Der Bürgermeister räumte allerdings einen Besucherrückgang von knapp 12,9 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2018 an. Im Vorjahr öffnete das Waldbad an 113 Tagen und registrierte 53.500 Gäste. Das Besucherniveau liege trotzdem auf Augenhöhe mit dem Vorjahr, bemerkte Knobloch unter Hinweis auf die Gesamteinnahmen von 86.582 Euro bei 101 Öffnungstagen. Die Einnahmen hätten sich trotz geringerer Besucherzahlen kaum verändert. Als Gründe nannte der Rathauschef Mehreinnahmen bei den Jahres- und Zehnerkarten. Für das Vorjahr registrierte die Kämmerei Einnahmen in Höhe von 92.600 Euro bei 113 Badetagen und für 2017 66.400 Euro bei 93 Öffnungstagen.

Der Schlüssel zu einer positiven Badesaison liege allerdings zuallererst an schönen und warmen Sommern. Deshalb beeilte sich Klaus Schmitsdorf mit der Feststellung: „Die positive Entwicklung ist dem Klimawandel zu verdanken.“ Das Waldbad sei eine Werbung für alle Wassersportler, urteilte er und verurteilte „die Schwarzbader an jedem Weiher“. Gerald Morgenstern lobte das treue und aufmerksame Waldbad-Personal und würdigte die städtische Einrichtung als beliebtes Familienbad. Gleichzeitig sprach er sich für umgehende Erneuerungsmaßnahmen aus.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.