23.07.2020 - 09:52 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Statt Deutsch-Amerikanischem Volksfest eine Wohlfahrtsaktion

Wegen des Coronavirus muss heuer auf das dreitägige Deutsch-Amerikanische Volksfest verzichtet werden. Die DAGA-Wohlfahrtsaktion mit den Weihnachtspaketen ist trotzdem vorgesehen.

In der Jahreshauptversammlung des Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschusses (DAGA) wählen die Mitglieder erneut Helmuth Wächter (Vierter von links) zum deutschen DAGA-Präsidenten. Da es heuer wegen Corona kein deutsch-amerikanisches Volksfest geben wird und deshalb auch keine Einnahmen, bittet der DAGA um Spenden, damit die Wohlfahrtspaketaktion zu Weihnachten durchgeführt werden kann.
von Renate GradlProfil

Viele Veranstaltungen und Feste mussten wegen der Coronakrise schon abgesagt werden, nun auch das Deutsch-Amerikanische Volksfest. Dem Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschuss (DAGA) fehlen deshalb die Einnahmen für die Wohlfahrtsaktion. Es wurde jedoch festgelegt, einen Spendenaufruf an die Landkreise, die kreisfreien Städte, Mitgliedsgemeinden und an verschiedene Firmen zu starten. "Verschiedene Spenden sind bereits eingegangen, unter anderen von Landrat Andreas Meier, von Bürgermeister Edgar Knobloch und Peter Renner aus Grafenwöhr. Einbringen können sich auch die Mitglieder. Eine Spendenbescheinigung werde ausgestellt", informierte Helmuth Wächter die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung. "Deshalb ist es uns möglich, die Wohlfahrtsaktion mit den Weihnachtspaketen durchzuführen. Ob ein Lichterbaumentzünden stattfinden wird, liegt bei der Entscheidung der US-Armee", fuhr der deutsche Präsident des DAGA fort.

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Grafenwöhr

Wächters besonderer Gruß galt in der Versammlung den Vorstandsmitgliedern, einigen neuen Mitgliedern, der zweiten Bürgermeisterin Anita Stauber sowie einigen anderen Bürgermeistern. Die aktuelle Mitgliederzahl beträgt 162. Darin enthalten sind rund 30 neue Mitglieder, für weitere Neuzugänge soll geworben werden. Das Ziel liege laut Wächter bei 200. In seinem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 ging der Präsident auf das 61. Deutsch-Amerikanische Volksfest ein, zu dem gut 100.000 Besucher aus Nah und Fern kamen. "Erfreulich war, dass nach langen Überlegungen von der US-Armee ein extra Zugang für die Busbesucher eingerichtet wurde. Von der US-Seite wurde außerdem für die Bewirtung der Ehrengäste 1000 Euro zur Verfügung gestellt." Gut besucht sei auch der Empfang in der Stadthalle vor der Volksfesteröffnung gewesen.

Das Lichterbaumentzünden fand in der Nähe des amerikanischen Einkaufscentrums statt. "Es wurden 1300 Nikolauspäckchen für die Kinder überreicht. Das Einpacken der Päckchen und der Weihnachtspakete haben die Mitarbeiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums, Dienststelle Grafenwöhr, übernommen", informierte Wächter. Der DAGA-Präsident bedankte sich bei den Verantwortlichen der US-Armee für das Abhalten und Durchführen des Volksfestes auf amerikanischer Seite und des Lichterbaumentzündens, bei MWR-Direktorin Audre Binder sowie bei allen, die dazu beigetragen hatten, dass das Volksfest stattfinden konnte.

Einen positiven Bericht gab auch Schatzmeister Hermann Marherr ab, der die Kosten für die Weihnachtspaktet-Aktion mit 12426 Euro für 500 Pakete sowie 4442 Euro für die Feier beim Lichterbaumentzünden bezifferte.

In der Generalversammlung wurde auch eine Satzungsänderung zu Ehrenamtspauschalen vorgenommen. Der neue Text lautet: "Den Mitgliedern des Vorstands kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit zweidrittel Mehrheit der erschienenen Mitglieder die Zahlung einer Vergütung in Höhe der Ehrenamtspauschale i. S. d. § 3 Nr. 26 a EStG gewährt werden". Diese Änderung nahmen die Versammelten einstimmig an. Wegen der Coranokrise ist ein Firmenbesuch von Quarzsand Strobl in Freihung voraussichtlich nicht möglich. Die Mitglieder werden jedoch rechtzeitig informiert, wann die Besichtigungsfahrt stattfinden kann. Die Grüße der Stadt übermittelte zweite Bürgermeisterin Anita Stauber, die von Seiten der Stadt weiterhin Unterstützung zusagte. "Man muss die Situation annehmen und schauen, was die Zukunft bringt, beispielsweise bei der Lichterbaumentzündung", erklärte Stauber, die dem DAGA-Vorstand weiterhin ein "gutes Händchen" wünschte.

Info:

DAGA-Mitglieder wählen neu

Bei den Neuwahlen, die zweite Bürgermeisterin Anita Stauber in der Jahreshauptversammlung des Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschusses leitete, gab es nur eine Änderung. Helmut Wächter wurde erneut zum deutschen DAGA-Präsidenten gewählt. Das gleiche gilt für den amerikanischen DAGA-Präsidenten James P. Federline. Als amerikanischer Vize-Präsident wurde Tony Frazier gewählt. Deutscher Vize-Präsident ist weiterhin Helmut Amschler. Da der bisherige Schriftführer Wolfgang Pirkl sein Amt wegen Krankheit nicht mehr ausüben kann, übernimmt Helmut Amschler auch diese Arbeit. Als Schatzmeister wurde Hermann Marherr in seinem Amt bestätigt, ebenso Gerhard Hörl als Volksfest-Beauftragter. Als Kassenprüfer wurden Edmund Schreglmann und Peter Nürnberer gewählt. (rgr)

 

 

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