07.01.2020 - 10:57 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Sternsinger unterwegs in Friedensmission

"Frieden bedarf Vergebung und Verzeihung. Frieden beginnt mit einem Lächeln und einem guten Wort.“ So eröffnet Stadtpfarrer Bernhard Müller den Festgottesdienst an Dreikönig in Grafenwöhr.

34 Sternsinger waren zwei Tage unterwegs, um Geld zu sammeln.
von Autor AZProfil

Und seine Einladung, mit einem Lächeln einander die Hand zu reichen und zu sagen, „schön, dass du da bist“, zeigte augenscheinlich positive Wirkung: Eine verbindende Atmosphäre hatte sich in der großen Friedenskirche breit gemacht. Die Eucharistiefeier war zudem auf die Sternsinger und den Frieden fokussiert. 34 als Sternsinger verkleidete Kinder waren mit ihren Begleitern zwei Tage in der Stadt unterwegs, um Geld zu sammeln für benachteiligte Kinder. Die Aktion stand unter dem Leitgedanken: „Frieden! Im Libanon und weltweit.“

Gemeindereferentin Christine Gößl stellte den Libanon und die aktuell dramatische Situation mit einem fast neunjährigen Bürgerkrieg vor. In den Schulen dort würde Friedensunterricht erteilt, würden Kinder lernen wie friedliches Miteinander funktionieren könne, sagte Gößl. Dabei sei die goldene Regel dafür weltweit bekannt, komme in allen Weltreligionen vor und laute ganz einfach: „Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.“ Wobei der Schwerpunkt auf dem zweiten Teil liege. Mit der Frage, wie möchte ich gerne behandelt werden, „beginnt der kleine Frieden“. Die Kinder im Libanon würden zu der Überlegung angeleitet, was sie selbst bräuchten zum Glücklichsein, in Frieden zu leben und sich genauso anderen gegenüber zu verhalten. „So geht Frieden“, erklärte die Gemeindereferentin. Im Nachbarland Israel sei einst Jesus geboren, und er habe den Menschen die goldene Regel aufgetragen: „Alles, was ihr wollt, das euch die Menschen tun, das tut auch ihnen (Matthäus-Evangelium). Die Sternsinger hätten ganz nach dem Vorbild Jesu die Menschen an den Frieden erinnert und den Segen und die Zusage Gottes in die Häuser getragen.

Die Mädchen und Buben traten in ihren prächtigen Gewändern nochmals vor den Altar und wiederholten ihren Spruch, mit denen sie sich bei den Menschen vorgestellt und um Gaben gebeten hatten. Stadtpfarrer Müller dankte abschließend dem Chor „New Voices“, unter Leitung von Walter Thurn, für die Bereicherung des Gottesdienstes.

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