05.08.2018 - 14:08 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Über 100.000 Besucher: Ein besonderes Fest in Grafenwöhr

Ein leuchtendes Riesenrad, blinkende Luftballons, der Duft von gegrilltem Burgerfleisch, Hip-Hop-Musik - und Menschen über Menschen: So lässt sich das 60. Deutsch-Amerikanische Volksfest in Grafenwöhr beschreiben.

von Autor MORProfil

(mor) "O zapft is" - mit einem Schlag auf den Zapfhahn eröffnete General Christopher LaNeve das Volksfest. "I gfrei mi narrisch auf's Fest", gestand Garnisonskommandeur Oberst Adam Boyd in bestem Oberpfälzer Dialekt. Zusammen mit Bürgermeister Edgar Knobloch, Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß und Brigadegeneral LaNeve besuchte er am Freitag die Stände. Auch viele andere Besucher schauten sich am Freitag, Samstag und Sonntag auf dem Festplatz im Camp Kasserine um.

Die prognostizierten 160 000 Besucher dürfte das "drittbeste Volksfest" in Bayern wohl nicht schaffen. Aber die 100 000er-Marke knackte es allemal, meinte MWR-Direktorin Audre Binder vom US-Organisationsteam. Für die Sicherheit der vielen Besucher sorgten die amerikanische und die deutsche Polizei, darunter berittene Polizisten aus München, sowie Feldjäger der Bundeswehr. Mit "eher ein normales Aufkommen bei so vielen Leuten" fasst Werner Stopfer, Chef der Eschenbacher Polizisten, das Festgeschehen zusammen.

Während die einen arbeiten, feiern die anderen: Im Bierzelt heizt Blasmusik der Pressather und Dießfurter Musikanten die Stimmung an. Die Band "Donnervögel" aus Straubing steigert am Samstag noch einmal den Bierumsatz, der bereits am ersten Tag bei gigantischen 32 Hektolitern lag, weiß DAGA-Präsident Helmuth Wächter.

Herzstück des Volksfestes ist die große Fahrzeug- und Waffenschau. Motorbikes und Muscelcars stehen neben Panzern und Haubitzen. Hauptfeldwebel André Potzler, auch Pressereferent bei der US-Armee, brachte das Kunststück fertig, fast 50 Fahrzeuge und Exponate auf den Platz zu bringen. Darunter auch drei Bell UH-1 D, die legendären Huey des Sammlers Franki Heinrich aus Betzenstein stehen vor dem modernen Kampfhubschrauber Apache und dem US-Black-Hawk. "Hier in Bayern ist die Welt in Ordnung", bestätigte Kapitänleutnant Fridericke Kallenbach, die mit dem Team des Bundeswehr-Karriere-Trucks aus Köln auf dem Fest ist und um Nachwuchs für die Bundeswehr wirbt.

Grafenwöhr

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