12.09.2019 - 14:06 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

US-Armee gedenkt in Grafenwöhr des 11. Septembers

2973 Menschen starben am 11. September 2001 bei den Anschlägen in New York. Mit einer Zeremonie in Grafenwöhr gedachte die US-Armee der Opfer von „Nine-Eleven“. Für die toten Einsatzkräfte erklingen fünf Schläge der Feuerwehrglocke.

Halbmastbeflaggung, Einsatzkräfte und Fahrzeuge des US-Fire-Department, der Feuerwehr Sigl, der Militärpolizei und der Bayerischen Polizei sind die Kulisse der Gedenk-Zeremonie am 11. September.
von Autor MORProfil

Die 709. Militär Polizei Bataillon (MPB) hatte zum „Patriots Day“ der US-Armee Garnison Bavaria und zum Gedenken an den 11. September 2001 auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr eingeladen. Kulisse für die Zeremonie waren Einsatzkräfte und Fahrzeuge des US-Fire-Department, der Feuerwehr Sigl, der Militärpolizei und der Bayerischen Polizei vor den auf Halbmast gesetzten Flaggen. 421 First Responders, Feuerwehrleute und Ersthelfer waren beim Einsturz der Zwillingstürme des World Trade Centers ums Leben gekommen, viele starben auch an den Spätfolgen. Speziell für sie erklang um 14.46 Uhr die Feuerwehrglocke. Ein traditionelles Zeichen der New Yorker Feuerwachen, das mit dem Fünf-Schläge-Signal auch den Tod von Feuerwehrleuten anzeigt.

Oberstleutnant John Copeland vom MPB begrüßte mit USAG-Kommandeur Oberst Adam Boyd zivile Mitarbeiter, Einsatzkräfte, die Bundeswehr und Vertreter der umliegenden Gemeinden. Mit Hymnen und einem Gebet des Militärgeistlichen nahm die Gedenkfeier ihren Auftakt. Gastredner war US-Diplomat James B. Brown von der Botschaft in Berlin. Brown erinnerte an die Ereignisse des 11. September 2001: Um 8.46 Uhr New Yorker Zeit krachte der American Airlines Flug 11 in den Nord-Turm des World Trade Center, um 9.03 Uhr folgte die Attacke in den Südturm. Der Angriff auf das Pentagon in Washington und der Flugzeugabsturz in Pennsylvania folgten. Brown diente damals als Offizier der Militärpolizei an verschiedenen US-Standorten in Deutschland, unter anderem auch in Grafenwöhr. Der Redner schilderte seine Erinnerung und die Betroffenheit der Menschen. Er lobte aber auch das Vorgehen der Einsatzkräfte. Einen ausdrücklichen Dank richtete er an die deutsche Polizei und die Bundeswehr, die nach den Terroranschlägen den Schutz und die Bewachung der US-Liegenschaften in Deutschland, wie die in Grafenwöhr, übernahmen. „Wir bildeten ein Team, um die Sicherheit unserer Soldaten und Standorte zu gewährleisten“, sagte Brown. Nicht unerwähnt ließ der Diplomat die Notwendigkeit und die Ausbildung der Soldaten in Grafenwöhr, die nach den Anschlägen den „Krieg gegen den Terror“ führten. Brown und Oberstleutnant Copeland legten einen Kranz zum Gedenken an die Opfer nieder. Nach einem Moment Stille erklang in schottischer Tradition von einem Dudelsack "Amacing Grace". Ein Trompetensignal beendete die Gedenkfeier.

Mit den fünf Schlägen der Feuerwehrglocke wird insbesondere der toten Einsatzkräfte von "Nine-Eleven" gedacht.
US-Diplomat James Brown von der Botschaft in Berlin erinnert an die Terroranschläge und den die Opfer.
Der Dudeldackspieler lässt "Amacing Grace" erklingen.
Trompetensignal beim Niederlegen des Kranzes.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.