24.05.2020 - 12:01 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Viel Zeit für die Kinder

Wo sonst Nachmittag für Nachmittag über 60 Kinder zu Mittag essen, Spielen, Hausaufgaben erledigen, Spaß haben und auch Sorgen teilen, ist es derzeit sehr ruhig.

Sylvia Zankl.
von Doris MayerProfil

Kein Wunder: Gerade vier der berechtigten Mädchen und Buben nutzen das Angebot der Offenen Ganztagsschule (OGS) Grafenwöhr. „Die Notbetreuung, also die Betreuung von Kindern mit Eltern in systemrelevanten Bereichen, startete bei uns bereits eine Woche vor Ostern“, erzählt Leiterin Sylvia Zankl. „Inzwischen dürften schon mehr kommen, aber etliche Eltern betreuen ihre Kinder weiterhin zu Hause oder holen sie früher aus der OGS ab.“ Das bestätigt auch ihre Kollegin Jana Hofmann.

ONETZ: Wie klappt es mit den Hygienerichtlinien bei Ihnen in der OGS?

Sylvia Zankl: Die Umsetzung des Hygieneplanes klappt sehr gut, die Kinder machen auch gut mit. Allerdings müssen sie immer mal an das Abstand-Halten erinnert werden. Die größte Herausforderung in unseren Überlegungen ist, dass zum einen die Kinder sicher vor Ansteckung sind, zum anderen soll und muss aber auch der Spaß am Spiel gegeben sein. Wir und auch die Kinder haben während der Betreuungszeit Masken auf. Außerdem werden die Räume regelmäßig gelüftet. Der Hausmeister stellt sicher, dass die Seifenspender immer gefüllt sind.
Jana Hofmann:
Spielzeug und auch die Tischflächen desinfizieren wir nach Benutzung. Auch Händedesinfektion wird regelmäßig durchgeführt.

ONETZ: Wie haben Sie die vergangenen Woche in der Betreuung erlebt?

Wir waren immer im Einsatz. Anfangs haben wir Spielzeug gereinigt, kleine Renovierungsarbeiten und Veränderungen durchgeführt und geschaut, wie wir hygienische Vorgaben gut umsetzen können. Ab einer Woche vor Ostern starteten wir bereits mit der Notbetreuung der Kinder. Diese sind ab 12.15 Uhr zu uns gekommen. Da der Speisesaal noch gesperrt ist, bringen die Kinder selbst Essen mit, das wir dann auch warm machen können.
Jana Hofmann:
Besonders schön ist, dass wir jetzt für die Kinder viel Zeit haben. Ich lerne gerade Schach von einem Schüler, was auch ihm Spaß macht. Wir können Projekte starten oder auch kleine Gerichte kochen. Unsere Kollegin Iva Wild hat dazu auch immer sehr gute Ideen. Von dem Angebot unseres Trägers ganztag@home haben wir ebenfalls schon Spielvorschläge umgesetzt. Das macht total Spaß.

ONETZ: Der Schulbetrieb startet. Was bedeutet das für sie?

In der Woche des Präsenzunterrichts haben Kinder, die in der OGS angemeldet sind, Anspruch auf Betreuung. Die Teilnahme ist derzeit aber freiwillig. Ab vergangener Woche sind die vierten Klassen wieder in der Schule. Diese Woche folgten die Kinder der ersten Klassen. Der Unterricht endet derzeit um 10.35 Uhr, danach beginnt die OGS. Kinder, die in der Notbetreuung der Schule sind, kommen um 12.15 Uhr. Die Kinder werden bis maximal 16 Uhr betreut. Unser Betreuungsteam ist personell gut aufgestellt und wir haben viele Räume, so dass wir die Kleingruppenbetreuung auch sicherstellen können.

Jana Hofmann.

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