Im Juli 2018 hatte der Stadtrat eine Aufwertung des Waldbades beschlossen: Eine Wasserrutsche soll kommen. Es folgte eine lange Zeit der Planung, in der sich der Stadtrat auch in den Freibädern von Vilseck, Hirschau und Immenreuth informierte und sich die dortigen Rutschen ansah.
Bürgermeister Edgar Knobloch informiert über die Gespräche und durchgeführte Umfragen: "Gerade eine Breitrutsche, auf der mehrere nebeneinander rutschen können kommt bei Kindern gut an." So beschloss das Gremium die Anschaffung einer solchen. Zusätzlich kommt eine Freefall-Rutsche.
Bald war klar, die bestehende Technik muss erneuert werden. Es gibt ein neues Technikgebäude, das altes und neue Becken mit Wasser versorgt. Dazu musste die Stadt noch über den Standort entscheiden: Tendierte ein Teil des Stadtrats zur Anhöhe hinterhalb des Schwimmerbeckens um einen Blickfang zentral im Bad zu schaffen, gab es doch bessere Argumente für den jetzt gewählten Platz neben dem Springerbecken. Die natürliche Steigung des Hügels zum Sportpark kann dort genutzt werden, das Badepersonal hat einen besseren Blick und schnelleren Zugang. Dazu bleibt der beliebte Liegeplatz hinter dem Schwimmerbecken so erhalten.
Technikgebäude: Standortfrage
Nun knapp fünf Jahre nach dem Beschluss ist es so weit: Anfang März wurden die ersten Teile der Edelstahlrutschen geliefert und die Installationsarbeiten gingen los, die Bäume am Waldbadrand waren bereits vorher gelichtet worden, um Platz für den Turm zu schaffen.
Die Breitrutsche führt nun etwa fünf Meter hinab, bei drei Metern Breite können auch mehrere nebeneinander rutschen. Die Benutzung soll bis acht Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen erlaubt sein. Die Freefall-Rutsche führt knapp zehn Meter bei einer Neigung von 60 Grad und einer Breite von 70 Zentimeter hinab.
Ein elektronisches Drehkreuz gekoppelt mit einer Lichtschranke soll sicherstellen, dass nicht mehrere Personen die Rutsche gleichzeitig benutzen. Die Benutzung soll grundsätzlich ab acht Jahren erlaubt sein. Beide Bahnen haben eine Länge von knapp 30 Metern und münden in zwei separate etwa sechs Meter lange Becken.
280 000 Euro Kosten
Für das Badepersonal soll eventuell noch ein Teil der Hecke freigelegt werden, um den Einblick vom Aufsichtspunkt am Springerbecken zu ermöglichen.
Die Kosten für Rutsche und Becken liegen bei etwa 280 000 Euro netto, dazu kommen noch Kosten für Baumeisterarbeiten und Landschaftsbauarbeiten. Die Rutschen erstrahlen in den Farben Gelb und Blau, wie sie im Stadtlogo enthalten sind.
Bürgermeister Edgar Knobloch freut sich schon die neue Attraktion in der kommenden Saison anbieten zu dürfen: "Wir sind mit den Arbeiten im Plan. Zur Eröffnung des Waldbades im Mai wird sie aber noch nicht fertig sein."
















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