03.04.2020 - 13:05 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Wöchentliche "Heim-Challenges"

Wie halten sich Sportler im westlichen Landkreis in Zeiten von Corona ohne den regelmäßigen Trainingsbetrieb fit? Spielführerin und Trainerin Franziska Reiter zum Beispiel schickt den Volleyballern jeden Sonntag Übungen für zu Hause.

"Bleibt zuhause und trotzdem fit", lautet die Botschaft der Sparte Volleyball der SV TuS/DJK Grafenwöhr. Trainerin Franziska Reiter (rechts oben) stellt ihre Athleten jede Woche vor neue Herausforderungen.
von Stefan NeidlProfil

Sportplätze, Turnhallen und Fitnessstudios sind geschlossen: Die Coronakrise trifft auch die Sportler in der Region hart. Nicht nur, dass die laufende Saison unterbrochen wurde, durch die Ausgangsbeschränkungen ist auch der Trainingsbetrieb zum Erliegen gekommen. Ist nun Herumliegen auf der Couch angesagt? Oder halten sich die Athleten anderweitig fit? Und wenn ja wie?

Die SV TuS/DJK Grafenwöhr hat die einzige Volleyball-Sparte im westlichen Landkreis. Diese hat aktuell zwei Damenteams in der Bezirksliga und Kreisklasse im Einsatz sowie eine Herrenmannschaft, die nicht am Spielbetrieb teilnimmt.

Der Bayerische Volleyball-Verband hat am 12. März die Saison für beendet erklärt. Die erste Mannschaft hatte noch die Möglichkeit, die Liga zu halten. Als Konsequenz darf sie in der neuen Saison wieder in der Bezirksliga starten - wann immer dies auch sein wird. Die "Zweite" bleibt als Drittplatzierter der Kreisklasse Nord erhalten.

Trainer Tobias Reiter ist der Empfehlung des Verbandes gefolgt, auch den Trainingsbetrieb einzustellen. Damit ruht seit Mitte März der Volleyball in Grafenwöhr. Da die Stadthalle saniert wird, hatte sich die Abteilung bereits um Ausweichmöglichkeiten für Training und Spiel gekümmert, jedoch akzeptiert sie die Entscheidung und Empfehlung als vernünftigen Schritt.

Seit 13. März ruht ohnehin der gesamte Sportbetrieb der SV. Nach Wiederaufnahme werden sich die Mitglieder während der Sanierung auf Schulturnhalle, die Turnhalle des St. Michaelswerks, die Mehrzweckhalle in Eschenbach und die Sporthalle in Vilseck aufteilen.

Franziska Reiter ist die Ehefrau des Trainers und organisiert die Abteilung mit. Sie ist selbst Spielführerin der Bezirksliga-Mannschaft und Trainerin der "Zweiten". Damit alle Volleyballer fit bleiben, denkt sie sich "Wochen-Challenges" aus. Jeden Sonntag stellt sie einen Trainingsplan mit je fünf Übungen für zwei Einheiten auf und postet diesen in der WhatsApp-Gruppe der Abteilung.

Reiter achtet dabei auf ein Ganzkörpertraining mit dem eigenen Körpergewicht. Es besteht aus einer Mischung von Übungen für Rücken, Beine, Bauch und Oberkörper. Diese sind nicht speziell auf Volleyball zugeschnitten. Typische Beispiele sind Liegestütz und "Sit-Ups".

Das Training können die Volleyballer innerhalb der Woche absolvieren, wann sie wollen. Viele stellen Fotos davon als Beweis für ihre Motivation in die Gruppe. "Das Training wird ganz gut angenommen", freut sich Franziska Reiter.

Kürzlich forderte die Sparte mittels selbstgebastelter Pappschilder in einer Collage auf Instagram und Facebook die Menschen dazu auf, sich an die Ausgangsbeschränkung zu halten und sich zuhause fit zu halten: ein gutes Beispiel um den Lagerkoller zu Hause zu vermeiden.

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