07.05.2019 - 09:05 Uhr
Gronatshof/BirglandOberpfalz

Viertelmillion Schaden bei Wohnhausbrand

Die Löschmannschaften im Birgland sind am Montagabend zu einem Feuer nach Gronatshof ausgerückt. Der Dachstuhl eines alten Bauernhauses brannte.

von Uli Piehler Kontakt Profil

Gegen 17.45 Uhr heulten die Sirenen in Schwend und Umgebung: Der Dachstuhl eines alten, aber bewohnten Bauernhauses in Gronatshof hatte Feuer gefangen. Laut Kreisbrandmeister Helmut Neidel gehört das Haus einer Familie mit vier Kindern, die Bewohner seien dabei gewesen, das Gebäude zu renovieren. Der 41-jährige Landwirt saß mit seiner Lebensgefährtin im Büro gerade bei einer Tasse Kaffee, als er hörte, wie Dachziegel vom Dach nach unten fielen. Er eilte sofort nach draußen und konnte sehen, wie Flammen aus dem Dachstuhl schlugen.

Die Gemeinde sucht nach einem neuen Domizil für die Brandleider

Gronatshof/Birgland

Sofort wurde die ganze Familie ins Freie und in Sicherheit gebracht. Es handelt sich hierbei laut Polizeihauptkommissar Peter Krämer um das Paar und vier Kinder im Alter von drei Monaten bis 15 Jahren. Alle sechs Personen blieben glücklicherweise unverletzt. Möglicherweise könnte ein Kaminbrand auf den Dachstuhl übergriffen haben. Die genaue Brandursache muss laut Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg erst noch ermittelt werden. Dazu wird ein Gutachter die Brandstelle untersuchen. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehr züngelten die Flammen bereits aus der Biberschwanz-Abdeckung hervor. Schnell war klar, dass das Gebälk nicht mehr zu retten sein wird. Die Bausubstanz ist massiv geschädigt, so dass die Polizei von einem Schaden in Höhe von etwa 250 000 Euro ausgeht.

"Die Fehlböden sind voller Wasser", berichtete der Kreisbrandmeister. "Es ist auch nicht klar, ob der Giebel stehenbleibt." Das Haus dürfe vorerst nicht mehr betreten werden. Die Familie komme erst einmal bei Nachbarn unter. Im Laufe der Woche will sich die Gemeinde Birgland um eine Bleibe für die Brandleider kümmern.

Rund 110 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie kamen aus drei Landkreisen: ein Löschteam aus Alfeld (Kreis Nürnberger Land) rückte an, genauso wie Kollegen aus Lauterhofen, Brunn und Gebertshofen (Kreis Neumarkt), die zuständige Ortsfeuerwehr Poppberg sowie die Kameraden aus Schwend und Wolfertsfeld. Die Sulzbacher Feuerwehr kam mit der Drehleiter, um die Flammen von oben zu bekämpfen. Auch Amberger und die Rosenberger Einsatzkräfte eilten nach Gronatshof: Wegen der schwächelnden Wasserversorgung hatten sie Tanklöschfahrzeuge dabei.

Nach gut zwei Stunden waren die Flammen gelöscht. Gegen 20 Uhr waren die meisten Feuerwehrleute abgerückt. Die FFW Poppberg übernahm die Nachtwache.

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