Endspurt beim Feuerwehrhaus-Neubau

Eine enorme Eigenleistung erbringen die Brandschützer bei der Errichtung ihres neuen Domizils. Darauf hat Kommandant Stefan Heindl bei der Jahreshauptversammlung hingewiesen. Mitte September soll Einweihung gefeiert werden.

Ehrungen bei der Feuerwehr Groschlattengrün: Von links stellvertretender Kommandant Richard Hess mit Reiner Heindl und Stefan Schübel, die beide 30 Jahre aktiv dabei sind. Seit einem Jahrzehnt in den Reihen der ehrenamtlichen Helfer vertreten sind Stefan Böx und Markus Böx. Rechts Kommandant Stefan Heindl.
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Eine enorme Eigenleistung erbringen die Brandschützer bei der Errichtung ihres neuen Domizils. Darauf hat Kommandant Stefan Heindl bei der Jahreshauptversammlung hingewiesen. Mitte September soll Einweihung gefeiert werden.

Vorsitzender Winfried Wohlrab freute sich darüber, dass 38 Mitglieder zum Jahrestreffen gekommen waren. Schriftführer Thomas Völkl trug das Protokoll vor und erinnerte in seinem Rückblick noch einmal an das vergangene Vereinsjahr. Gesellschaftlich hervorzuheben sei hier der Kameradschaftsabend, das gemeinsame traditionelle Karpfenessen der aktiven Männer der Wehr zusammen mit ihren Partnerinnen und das Stärketrinken im neuen Gerätehaus.

Essen und Getränke

Kassier Christoph Fuchs ließ in seinem Kassenbericht erkennen, dass man sich finanziell fast auf dem Niveau des Vorjahres bewege. Ein leichtes Minus in der Kasse sei verursacht durch die Kosten für Essen und Getränke für die Helfer, die beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses Eigenleistungen erbringen. Horst Effenberger und Gerhard Flügel bescheinigten ordentliche Kassenführung.

Kommandant Stefan Heindl verwies in seinem Rückblick auf Schulungsabende für die Aktiven, Übungen, einen Erste-Hilfe-Kurs sowie auf die Ausbildung einzelner aktiver Helfer. Heindl berichtete von 18 Einsätzen. Die Wehr sei zu Bränden, Verkehrsunfällen, einer Personenrettung sowie zu Baumfällungen, der Beseitigung von Ölspuren und Wespennestern gerufen worden. Auch Fehlalarme habe es gegeben. Insgesamt seien die Helfer 139 Stunden im Einsatz gewesen. Zurzeit verfüge die Feuerwehr Groschlattengrün über 26 Aktive, die die Einsatzfähigkeit garantierten. Auch ließ der Sprecher noch einmal die Aktionswoche Revue passieren, mit einem Probe-Einsatz zusammen mit den Wehren aus Konnersreuth und Pechbrunn beim Schutzobjekt "Backhaus Kutzer".

Leichte Kritik

Das neue Feuerwehrgerätehaus, so der Kommandant, wird voraussichtlich am 14. und 15. September eingeweiht. Zum Abschluss äußerte Heindl leichte Kritik, gerichtet an die Aktiven: Die Wehr würde bei kirchlichen Festen mit etwas mehr Beteiligung einen besseren Eindruck hinterlassen. Auch sollten sich mehr Aktive zum Gruppenführer schulen lassen. Ein Dank galt am Schluss den Aktiven, der Gemeinde und dem Bürgermeister "für jedwede Hilfestellung", wie es in der Pressemitteilung heißt. Zweiter Kommandant Richard Hess ging auf die Themen der Kommandanten-Schulungen ein - etwa Unfallverhütungsvorschriften, Verhalten bei Einsätzen auf Bahnstrecken, Hochwasser-, und Katastrophenschutz sowie Stromausfall. Auch Hess unterstrich die Zusammenarbeit mit allen Aktiven und mit der Gemeinde und würdigte die Unterstützung das ganze Jahr über.

Für 30 Jahre aktiven Dienst wurden Stefan Schübel und Reiner Heindl mit Ärmelstreifen ausgezeichnet, für 10 Jahre Dienst in der Truppe geehrt wurden Stefan Böx und Markus Böx.

"Volles Haus, viele junge Burschen, Jung und Alt - das ist der Grundstock einer gesunden Wehr", so Ernst Neumann. Der Bürgermeister ging in seinem Grußwort auf den trockenen Sommer 2018 mit all seinen Risiken ein und dankte allen Feuerwehrlern und auch den Landwirten für ihre Bereitschaft, notfalls auch mit Güllefässern das rettende "Nass" zu bringen. Neumann motivierte noch einmal alle ehrenamtlichen Helfer, den Feuerwehrhausbau zu einem guten Ende zu bringen und wünschte allen ein sicheres unfallfreies Jahr. Beim Punkt "Wünsche und Anträge" ging es um Folgekosten für den Defibrillator sowie um die Bepflanzung rund ums neue Gebäude.

Von links Vorsitzender Winfried Wohlrab zusammen mit Bürgermeister Ernst Neumann, Hermann Krisch und Kommandant Stefan Heindl bei der Übergabe des Defibrillators.
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Feuerwehr mit eigenem Defi

Während des Treffens ist der neu angeschaffte Defibrillator vorgestellt worden. Hermann Krisch von der Firma Meditec in Marktredwitz übergab das Gerät an die Wehr. Bürgermeister Ernst Neumann spendete dazu einen Betrag und rief auch die Groschlattengrüner zur Spende auf. Bei Interesse an diesem Projekt oder Informationen darüber solle der Bürgermeister kontaktiert werden. Momentan wird der Defibrillator im Einsatzfahrzeug aufbewahrt, später solle er aber für alle zugänglich am Feuerwehrhaus angebracht werden.

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