Ein großer Tag für die Feuerwehr Groschlattengrün

Das neue Domizil der Feuerwehr ist jetzt gesegnet worden. „Es ist ein schönes und stattliches Gebäude, das aber auch eine Feuerwehr braucht, um Menschen helfen zu können", so Landrats-Stellvertreter Alfred Scheidler bei der Feier.

Symbolisch übergab Bürgermeister Ernst Neumann (2. von rechts) den Schlüssel für das neue Gerätehaus an Kommandant Stefan Heindl (2. von links). Dazu gratulierten stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler (links) und Kreisbrandrat Andreas Wührl.
von Josef RosnerProfil

Dass dieser Tag in die Geschichte der Feuerwehr Groschlattengrün eingehen wird, darüber waren sich am Sonntag alle einig. Bürgermeister Ernst Neumann sagte: „Heute ist ein großer Tag für die Feuerwehr Groschlattengrün.“

Eröffnet wurde der Festakt im Festzelt von Kommandant Stefan Heindl. Er blickte kurz auf die Gründung der Feuerwehr im Jahre 1875 zurück. 1975 wurde das bisherige Gerätehaus in Betrieb genommen, doch nach mehreren Beanstandungen wegen der Breite der Einfahrt, der fehlenden sanitären Anlagen und vielen anderen wichtigen Punkten entschlossen sich die Verantwortlichen zu einem Neubau. Zuletzt wurde das alte Gebäude 2015 beanstandet.

Stellvertretender Landrat Alfred Scheidler überbrachte die Glückwünsche des Landkreises zum neuen Gerätehaus. Dieser Bau ist kein Luxus sondern unbedingte Notwendigkeit." Respekt und Anerkennung galt der Eigenleistung. „Dies zeigt wieder einmal, ein Dorf hilft zusammen, gerade wenn es die Feuerwehr ist.“ Als Geschenk des Landkreises hatte Scheidler einen Scheck über 1000 Euro mitgebracht.

Bürgermeister Ernst Neumann sprach beim Neubau von einer Investition in die Zukunft, Sicherheit und ins Ehrenamt. „Nur eine optimal ausgerüstete Feuerwehr kann auch professionelle Hilfe leisten.“ Dank galt der Bevölkerung, die fast 2800 Euro für den Kauf eines Defibrillators gespendet hat. Neumann sprach voller Anerkennung von einem Kraftakt für die Mitglieder der Feuerwehr. Ganz besonders dankte er Kommandant Stefan Heindl und seinem Stellvertreter Richard Hess. „Ihr beide wart die Motoren und Antreiber des Bauprojekts, euer persönlicher Einsatz war beispielhaft.“ Zur Inbetriebnahme des Gerätehauses überreichte der Bürgermeister den Schlüssel dazu.

Kreisbrandrat Andreas Wührl überbrachte die Glückwünsche des Kreisfeuerwehrverbandes und sagte zu den Groschlattengrünern: „Ihr könnt zurecht stolz auf eure Leistung sein.“ Wührl wünschte sich, dass das neue Gerätehaus ein Haus der Begegnung sein wird für Jung und Alt und wo sich auch die Jugend wohlfühlt. Dank galt der Feuerwehr und der Gemeinde für ihren finanziellen Beitrag. „Das alte Feuerwehrhaus war nicht zeitgemäß“, sagte Wührl und dankte Kommandant Stefan Heindl für seine Arbeit, sowie der Gemeinde und dem Freistaat Bayern für die Gelder.

Für die Feuerwehr Pechbrunn gratulierte Vorsitzender Alois Röber. Er wünschte sich, dass die Pechbrunner als Patenwehr auch öfters eingeladen werden, wenn es etwas zu feiern gibt. Den heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehren, gab es vom Patenkind der Feuerwehr Lengenfeld. Im Anschluss erbaten Pfarrer Robert Ploß und Pfarrer Klaus Wening Gottes Segen für das neue Gerätehaus. Die Feuerwehren und die Kirche verbindet vieles, so Pfarrer Ploß. Weiter sagte der Geistliche: „Die Feuerwehren haben christliche Wurzeln, dies wird heute wieder sichtbar. Die Arbeit geschieht freiwillig, im Mittelpunkt steht immer der Mensch.“ Pfarrer Klaus Wenig überreichte ein Kreuz in Regenbogenfarben, dem Symbol für die Anwesenheit Gottes.

Höhepunkt am Nachmittag war ein stattlicher Festzug mit 32 Vereinen durch Groschlattengrün. Angeführt von der gastgebenden Feuerwehr Groschlattengrün und der Münchenreuther Bauernkapelle zogen die Vereine durch die Ortschaft. Den Landkreis vertrat Roland Grillmeier, weiterer Stellvertreter des Landrats. Mit dabei Bürgermeister Ernst Neumann, sowie die Spitzen des Kreisfeuerwehrverbandes. Zahlreiche Zuschauer am Straßenrand bestaunten den Festzug, ehe die Festbesucher zum Festausklang ins Festzelt geladen waren.

Erbaten Gottes Segen für das neue Gerätehaus, Pfarrer Robert Ploß (rechts) und sein evangelischer Kollege Klaus Wening.
Die Feuerwehr Groschlattengrün führte am Sonntagnachmittag den großen Festzug durch die Ortschaft an.
32 Vereine machten der Feuerwehr Groschlattengrün zur Gerätehauseinweihung ihre Aufwartung. Sie alle marschierten beim Festzug am Sonntagnachmittag mit.
32 Vereine machten der Feuerwehr Groschlattengrün zur Gerätehauseinweihung ihre Aufwartung. Sie alle marschierten beim Festzug am Sonntagnachmittag mit.
Infobox:

Im Juni 2016 wurde mit den Bauarbeiten für den 18 Meter langen und 10 Meter breiten Neubau begonnen. Dank enormer Eigenleistung der Brandschützer konnten die Kosten reduziert werden. Etwa 2500 ehrenamtliche Stunden an Eigenleistung wurden erbracht, sagte Heindl.

Das neue Gerätehaus verfügt jetzt über getrennte Damen- und Herrentoiletten, Büro, Küche, Schulungsraum, Dusche, Umkleideraum, Werkstatt und eine Fahrzeughalle. „Ich glaube, der nächste Antrag für den Kauf eines neuen Feuerwehrautos wird nicht lange auf sich warten lassen“, kündigte Heindl an. Dank galt allen beteiligten Firmen, die alle tolle handwerkliche Arbeit geleistet haben.

Heindl versicherte, dass das verwendete Budget auch wirklich nötig war, um allen Anforderungen zu entsprechen, auch um die Sicherheit der Bürger weiter gewährleisten zu können. Erfreulich sei auch, dass die Wehr nach Inbetriebnahme des neuen Gerätehauses schon neue Mitglieder im Verein begrüßen kann. Abschließender Dank galt allen ehrenamtlichen Mitarbeitern und Sponsoren, denn ohne sie war das Haus nicht zustande gekommen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.