Mit Markus Spörrer und Manuel König in die Zukunft

Die Mitglieder der Feuerwehr Groschlattengrün haben eine neue Führungsspitze gewählt. Bei der Jahresversammlung gab es auch eine Reihe von Auszeichnungen.

Neuwahlen standen bei der Feuerwehr Groschlattengrün an. Im Bild (von links) Kommandant Stefan Heinl, stellvertretender Kommandant Richard Hess, Andreas Fuchs, Manuel König, Christoph Fuchs, der neue Vorsitzende Markus Spörrer, René Bauer, Alexander Hein, Maximilian Renner, Johannes Wohlrab und Bürgermeister Ernst Neumann.
von Josef RosnerProfil

Mit einer neuen Führungsmannschaft geht die Feuerwehr Groschlattengrün in die nächsten sechs Jahre. Neuer Vorsitzender des 120 Mitglieder starken Vereins ist Markus Spörrer, neuer stellvertretender Vorsitzender ist Manuel König. Der bisherige Vorsitzende Winfried Wohlrab hatte sich nach neun Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl gestellt. Als neuer Schriftführer ist künftig Andreas Fuchs tätig. Gewählt wurden auch Kassierer Christoph Fuchs, die Revisoren Johannes Wolfrum und Gerhard Flügel, Fahnenwart Holger Schübel, die Gerätewarte Mario und Oliver Drewest, Jugendwart Alexander Hein sowie die Ausschussmitglieder Johannes Wolfrum, René Bauer, Holger Schübel, Wolfgang Wohlrab und Maximilian Renner.

Winfried Wohlrab freute sich zu Beginn der Jahresversammlung im Gasthof Knopf über ein voll besetztes Haus mit 49 anwesenden Mitgliedern. Der scheidende Schriftführer Thomas Völkl, der dieses Amt 34 Jahre inne hatte und ebenfalls nicht mehr kandidierte, gab einen umfassenden Rückblick. Höhepunkte der vergangenen Monate seien die Segnung und die Eröffnung des neuen Feuerwehrgerätehauses gewesen. Dank zollte er den aktiven Kameraden für die Eigenleistungen. Durch mehr als 2500 Arbeitsstunden seien die Kosten für das Gerätehaus minimiert worden. Völkl dankte auch der Bevölkerung, die 2800 Euro für die Anschaffung eines Defibrillators gespendet habe. Abschließend verwies Völkl auf mehr als 230 DIN-A4-Seiten, die er in seiner Zeit als Schriftführer für die Feuerwehr angefertigt habe.

Kommandant Stefan Heinl nannte das vergangene Vereinsjahr außergewöhnlich und ereignisreich. Im Berichtszeitraum hatte die Wehr mit ihren aktuell 30 Aktiven 23 Einsätze zu bewältigen, darunter acht Wespennest-Beseitigungen. Stark gefordert gewesen sei die Wehr im Mai 2019 bei einer Hochwassernacht im Gemeindegebiet. Eine weitere Besonderheit war im Juli 2019 die Beseitigung einer Schlange in der Waldmeisterstraße. In der Einsatzstatistik stehen auch eine Vermisstensuche und Verkehrsunfälle. Insgesamt leisteten die Aktiven 128 Einsatzstunden. Weiter fanden zahlreiche Übungen, Unterrichte und Schulungen statt. Stefan Heinl bat vor allem die jüngeren Kameraden zwischen 18 und 30 Jahren, sich noch mehr an Übungen und Schulungen zu beteiligen. Ein Dank galt auch allen Kameraden, die an Fort- und Weiterbildungen teilnahmen.

Um die Ausrüstung auf dem aktuellen Stand zu halten, wurden vonseiten der Gemeinde einige Anschaffungen getätigt, wobei das Hauptaugenmerk auf der Ausstattung der Kameraden lag. Für heuer kündigte Heinl die Teilnahme an Ü40-Prüfungen an, weiter ist die Gründung einer Kinderfeuerwehr geplant. Ein abschließender Dank galt allen Mitgliedern für ihren beispielhaften Einsatz beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses sowie bei der Durchführung des Einweihungsfestes. „Wir können stolz sein auf das Geschaffene. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen“, sagte Heinl. Künftig will die Feuerwehr jedes Jahr ein Grillfest abhalten, in Erinnerung an die Segnung des neuen Gerätehauses. Heinl bat die Aktiven, der Feuerwehr treu zu bleiben, so dass auch weiterhin die Einsatzbereitschaft garantiert werden könne. Heinl zeichnete anschließend Winfried und Wolfgang Wohlrab für 40-jährigen aktiven Dienst aus. Die staatliche Ehrung wird folgen.

Bürgermeister Ernst Neumann dankte der Wehr für ihre ehrenamtliche Arbeit zum Schutz des Nächsten. Für Winfried und Wolfgang Wohlrab hatte er jeweils den Bierkrug der Gemeinde mitgebracht und dankte für deren Dienstzeit über vier Jahrzehnte hinweg. Die Segnung des neuen Gerätehauses bezeichnete Neumann als absoluten Höhepunkt. „Danke, jeder hat hier mit hingelangt“, so Neumann. „Ich bin stolz auf euch und das Geschaffene." Auf den Kommandantenbericht eingehend sagte Neumann: „Ich wusste gar nicht, dass wir in der Gemeinde so viele Wespennester haben." Für die Zukunft der Wehr wünschte er alles Gute. Der neue Vorsitzende Markus Spörrer betonte, dass er auf Unterstützung und weiteren Zusammenhalt in Zukunft hoffe. Gemeinsam wolle man die Wehr nach vorne bringen.

Schließlich wurden noch treue Mitglieder geehrt. Seit 70 Jahren bei der Feuerwehr ist Helmut Bernd, vor 60 Jahren kam Helmut Kluwe zur Wehr. Seit 50 Jahren Mitglied sind Horst Effenberger, Karl Grunert, Manfred Heinrich, Michael Hodek, Heinz Kraus, Reinhard Melzner, Willi Nothaft und Christian Schreier.

In der abschließenden Diskussion beklagte Karl Reichel, dass er auf ein Schreiben an Winfried Wohlrab vor einem halben Jahr bis heute keine Nachricht erhalten habe. Reichel hatte der Wehr angeboten, alte historische Unterlagen im Feuerwehrhaus unterzubringen. Wohlrab entschuldigte sich jetzt bei Reichel dafür, dass er nicht geantwortet habe.

Jahrzehntelange Mitglieder ehrte die Feuerwehr Groschlattengrün. Im Bild (von links) Thomas Völkl, Helmut Kluwe, Michael Hodek, Karl Grunert, Reinhard Melzner, Helmut Bernd, Willi Nothaft, Kommandant Stefan Heinl, Horst Effenberger, Bürgermeister Ernst Neumann und Winfried Wohlrab.
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