Spielleiter hinterlässt große Lücke

Der plötzliche Tod von Spielleiter und Regisseur Hartmut Schraml hat beim "Pechlattenfixner Dorftheater" einiges durcheinander gebracht. Kommissarisch übernimmt nun Anton Krisch dieses Amt.

Vorsitzender Thomas Flügel (links) und Bürgermeister Ernst Neumann (rechts) gratulieren dem neuen kommissarischen Spielleiter Anton Krisch zur einstimmigen Wahl.
von Konrad RosnerProfil

Vorsitzender Thomas Flügel betonte in der Generalversammlung, dass Hartmut Schraml den Verein geprägt habe wie kein anderer. Schraml habe das Theater mit all seinen Facetten geliebt. "Er war nicht nur Spielleiter und Regisseur, sondern auch Freund und Ratgeber", sagte Flügel. Sein Tod hinterlasse eine große Lücke.

Nach einem gemeinsamen Totengedenken ging Flügel detailliert auf das Vereinsleben ein. Der "Bunte Abend" 2017 sei ein großer Erfolg gewesen. Die Veranstaltungen in Groschlattengrün und Waldershof seien komplett ausverkauft gewesen, die Reaktionen der Zuschauer seien größtenteils sehr positiv ausgefallen. Danach habe ein Negativlauf eingesetzt. Nachdem die "Heilige Nacht" aus organisatorischen Gründen habe abgesagt werden müssen, sei auch das Frühjahrstheater ausgefallen. Der Grund sei ein Trauerfall im familiären Umfeld eines der Hauptdarsteller gewesen. Am 13. September, mitten in den Vorbereitungen auf den "Bunten Abend", habe die Nachricht vom Tod des langjährigen Spielleiters Hartmut Schraml den Verein geschockt. Vier Wochen zuvor habe man noch gemeinsam dessen 80. Geburtstag gefeiert.

"Geht nicht, gibt's nicht"

"Gott sei Dank" so Flügel, habe es auch einige schöne Zeiten gegeben. Vor allem die Geselligkeit werde beim "Pechlattenfixner Dorftheater" groß geschrieben. Flügel erinnerte an einen zweitägigen Ausflug an den Chiemsee. Weiter nannte er eine Winterwanderung, das Sommerfest und das Ferienprogramm mit einem Besuch der Falknerei auf dem Katharinenberg. Flügel dankte allen Helfern, die stets nach dem Motto "Geht nicht, gibt's nicht" gehandelt hätten.

In seinem Ausblick freute sich Thomas Flügel, dass mit Anton Krisch ein neuer Spielleiter gefunden werden konnte, auch wenn dieser den Posten nur bis zu den Neuwahlen übernehmen wolle. Dennoch zollte er Krisch größten Respekt und Anerkennung: "Du bist die Ideallösung." Krisch sei bei einer Vorstandssitzung einstimmig und ohne jede Diskussion zum kommissarischen Spielleiter gewählt worden. Wie es danach weitergeht, werde die Zeit zeigen. "Wir brauchen keine schnelle, sondern eine gute Lösung", sagte Flügel. Abschließend teilte der Vorsitzende mit, dass für das Theaterstück "Zum weiß-blauen Schimmel" drei Vorstellungen im März 2019 eingeplant seien.

Anton Krisch verwies darauf, dass es schwer sei, in die großen Fußstapfen von Hartmut Schraml zu treten. "Aber es muss weiter gehen." Dies sei sicherlich auch im Sinne von Hartmut Schraml. Krisch appellierte an alle Mitglieder, ihn beim Theaterstück "Zum weiß-blauen Schimmel" zu unterstützen, damit es eine erfolgreiche Aufführung wird. Ein weiteres Ziel sei es, neue, junge Schauspieler zu gewinnen.

Mit vereinten Kräften

Bürgermeister Ernst Neumann dankte dem Verein für die vielfältigen Aktivitäten. Der Tod von Hartmut Schraml, der seit der Gründung Regisseur und Spielleiter gewesen war, habe eine große Lücke hinterlassen, die es mit vereinten Kräften zu füllen gelte. Für 15 Jahre Mitgliedschaft hätten noch Kornelia Flügel, Thomas Flügel, Ingrid Werner und Sieglinde Kaziakos geehrt werden sollen, sie waren aber nicht anwesend.

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.