Pfarrer David Lubuulwa in Großschönbrunn verabschiedet

Die Pfarreiengemeinschaft Großschönbrunn-Freihung verabschiedete sich von Pfarrer David Lubuulwa. Auch ein paar Tränen flossen.

Die Vertreter der Pfarreiengemeinschaft Großschönbrunn-Freihung ließen es sich nicht nehmen, zum Abschied ein letztes gemeinsames Foto mit Pfarrer David Lubuulwa zu schießen.
von Autor JUDProfil

Mit einem gut besuchten Freiluftgottesdienst im Schulgarten wurde Pfarrer David Lubuulwa gebührend verabschiedet. Der beliebte Priester war seit März 2017 seelsorgerisch in der Pfarrei Großschönbrunn tätig. im November 2019 übernahm er zudem die Pfarrei Freihung und wurde dort zum Pfarradministrator ernannt. Ab September wechselt er nun nach Niederbayern in die Pfarreiengemeinschaft Mengkofen-Tunding.

Annette Nübler, die Sprecherin des Großschönbrunner Pfarrgemeinderats, erinnerte an den März 2017 als Pfarrer David Lubuulwa bei fast 40 °C Temperaturunterschied aus seiner Heimat Uganda nach Großschönbrunn kam. „Seine schönen und präzisen Gottesdienste und seine ruhige, angenehme Art prägten seine Tätigkeit hier bei uns in der Pfarrei“, sagte Nübler. Er sei immer und überall gern gesehen und bei seinen Minis und der örtlichen Landjugend sehr beliebt gewesen. Seine gute Laune sei ihm trotz der vielen und anstrengenden Arbeit für die Pfarreiengemeinschaft Großschönbrunn-Freihung nicht zu nehmen gewesen, obwohl er nebenbei auch noch ein Studium begann. Annette Nübler bedankte sich im Namen aller Pfarrangehörigen, des Pfarrgemeinderats und der Pfarrverwaltung und überreichte David Lubuulwa einen Rahmen mit gemalten Bildern aller Kirchen seiner „alten“ Pfarrei.

„Unser ganzer Protest brachte nichts, das Bistum hat ihn nicht bei uns dagelassen“, erklärte der Freihunger Pfarrgemeinderatssprecher Georg Fritsche. Bei seiner Ankunft war Pfarrer David erst nur als Unterstützung von Bischöflich Geistlichem Rat Pfarrer Huber in Freihung tätig, bis er letzten November zum Pfarradministrator ernannt wurde und die komplette Pfarrei Freihung zusätzlich übernahm. „Das war für die Freihunger Pfarrei etwas Neues, denn wir mussten nun lernen, einen Pfarrer zu teilen“, so Fritsche weiter. Das große Pensum von mindestens drei bis vier Gottesdienste an einem Wochenende in unterschiedlichen Ortsteilen der Gemeinde meisterte Pfarrer David aber unermüdlich.

Auch Bürgermeister Uwe König bedauerte den Weggang von Pfarrer David und sprach vom Verlust einer wichtigen Stütze innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Großschönbrunn-Freihung. „Er war immer fleißig, hatte einen guten Ruf und seine ruhige Art zeichnete ihn aus.“ Ebenso bezeichnete er ihn als ausdauernd. Das hätte nicht nur sein täglicher Jogginglauf durch die Gemeinde oder sein Studium nebenbei gezeigt, sondern auch sein Engagement bei allen Herausforderungen, die auf ihn zukamen. Nicht zuletzt bewies Pfarrer David in der Coronakrise, dass Einschränkungen und Hürden ihn nicht in seiner seelsorgerischen Arbeit aufhalten können. Als kleines Geschenk überreichte König einen Erinnerungsteller der Marktgemeinde Freihung.

Pfarrer David richtete auch selbst das Wort an seine Pfarrei und verdrückte ein paar Tränchen. „Es ist sehr schwer, die vergangenen 41 Monate, die ich nun hier war, zusammenzufassen. Aber ich versuche es.“, sagte er. Er freute sich riesig, dass trotz der schwierigen Coronazeit und allen Einschränkungen so viele Besucher zu seinem Abschiedsgottesdienst gekommen sind. Das zeige ihm zum Ende hin nochmals die Wertschätzung, die ihm die Pfarreiangehörigen schon immer entgegengebracht hätten. „Ich habe immer und überall Hilfe in allen Lebenslagen und auch viele Einladungen bekommen, die ich gerne immer wieder angenommen habe.“

Auch in Freihung wurde Pater David schon verabschiedet

Freihung
Pfarrer David bei seiner Abschiedsrede am Ende des Festgottesdienstes. Musikalisch hatte Organistin Michaela Stauber am E-Piano die Messe gestaltet, ein Chor-Quartett unter der Leitung von Helmut Fischer übernahm den gesanglichen Teil.
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