Grünlas bei Ebnath
07.11.2019 - 15:46 Uhr

Nach Feuer: Haus in Grünlas ist unbewohnbar

Eine lange Nacht liegt am Donnerstag hinter Gerhard Horn. Mit fünf Einsatzkräften war der Kommandant der Ebnather Wehr gut 21 Stunden in Grünlas geblieben, auch um Polizeibeamten bei der Suche nach der Ursache eines Wohnhausbrandes zu helfen.

Am Donnerstagvormittag begannen der Brandermittler und Polizeibeamte mit der Suche nach der Brandursache, die jedoch noch nicht feststeht. Bild: soj
Am Donnerstagvormittag begannen der Brandermittler und Polizeibeamte mit der Suche nach der Brandursache, die jedoch noch nicht feststeht.

Für den Großteil der rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren Ebnath, Brand, Nagel und Fuhrmannsreuth war der Brandeinsatz, zu dem sie am Mittwoch gegen 16.25 Uhr ausgerückt waren (wir berichteten), nach rund fünfeinhalb Stunden beendet. Kommandant Gerhard Horn und weitere fünf Kameraden der Ebnather Wehr übernahmen die Nachkontrolle und Absicherung des Objekts. Er berichtete am Donnerstagnachmittag von Nachlöscharbeiten während der Nacht. Am Vormittag hätten sie auf das Eintreffen der Polizei gewartet, um sie bei der Ermittlung der Brandursache zu unterstützen. Da die Treppe in dem Wohnhaus abgebrannt sei, habe die Wehr den Beamten und dem Brandermittler der Kriminalpolizei Weiden mit Leitern Zugang verschafft, erklärte er kurz bevor er mit den restlichen Kameraden gegen 14 Uhr schließlich abrücken konnte.

Noch unklar ist, warum es überhaupt zu dem Feuer gekommen ist. Das teilte die Polizeiinspektion Kemnath, die mit der Sachbearbeitung betraut ist, auf Nachfrage mit. Der 79-jährige Bewohner, der sich zum Brandzeitpunkt alleine in dem Anwesen aufgehalten hatte, werde noch stationär behandelt. Dieser habe eine Rauchgasvergiftung und Platzwunden erlitten.

Dem Vernehmen nach ist das Feuer im Treppenhaus im Erdgeschoss entstanden. Dann habe es sich nach oben bis zum Dachstuhl ausgebreitet, berichtete Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, der mit Horn den Einsatz geleitet hat. Hauptziel sei bei den Löscharbeiten gewesen, mittels Außenangriff ein Übergreifen der Flammen auf eine angebaute Stallung zu verhindern. Dafür sei zunächst die Wunsiedler Wehr mit ihrer Drehleiter alarmiert worden, die jedoch wegen eines Defekts nicht ausrücken konnte. Daher sei die Drehleiter aus Marktredwitz angefordert worden, die aber nicht zum Einsatz kam.

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Zusammen mit den Atemschutztrupps aus Nagel und Ebnath, die sich über Leitern zu den Flammen vorgearbeitet hatten, konnte das Feuer gegen 21.30 Uhr gelöscht werden. Der Einsatz verlief laut dem Kreisbrandinspektor problemlos. Ausreichend Wasser hätten angrenzende und etwas weiter entfernte Weiher geliefert.

Laut einer Schätzung der Kemnather Polizei ist ein Schaden von 150 000 Euro entstanden. Braunreuther stufte das betroffene Gebäude aufgrund des Brand- und Wasserschadens als unbewohnbar ein.

Unter anderem die Ebnather Wehr konnte ein Ausbreiten des Feuers auf eine Stallung verhindern. Bild: rw
Unter anderem die Ebnather Wehr konnte ein Ausbreiten des Feuers auf eine Stallung verhindern.
 
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