Gunzendorf bei Auerbach
23.10.2018 - 17:54 Uhr

Geglückte Alarmübung der Feuerwehr

Es ist früher Nachmittag, als die Sirenen heulen. Alarmiert wird wegen eines Feuers in Gunzendorf. Dort warten der neue Kreisbrandmeister Michael Schmidt und Bürgermeister Joachim Neuss auf das Eintreffen der Wehren.

Bald waren auch die Atemschutzträger bereit zur Suche der vermissten Personen und zum Löscheinsatz im Gebäudeinneren Bild: sck
Bald waren auch die Atemschutzträger bereit zur Suche der vermissten Personen und zum Löscheinsatz im Gebäudeinneren

Die Feuerwehr Gunzendorf benötigte nicht viel Zeit bis sie vom Hydranten am Feuerwehrhaus die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung gelegt hatte. Für den ersten Löschtrupp hieß es bereits um 14.54 Uhr "Wasser marsch". Auch das Löschfahrzeug war ausgerückt und stand mit dem gesamten Gerät bereit. Die Alarmmeldung war: Heizungsbrand im Untergeschoss der Schreinerei, Gefährdung des Turms mit Hackschnitzeln durch übergreifendes Feuer, zwei vermisste Personen.

 

 

Die Löschfahrzeuge aus den Ortswehren und der Rettungstransportwagen des Roten Kreuzes trafen im Minutentakt am Übungsobjekt ein, das die Schreinerei Rass, Gunzendorf, zur Verfügung gestellt hatte. Und es war das ideale Objekt für eine derartige Großübung mit Alarmierung aller Wehren der Stadt Auerbach und ihrer Ortsteile. Die Alarmierung nach Gunzendorf war die erste Großübung für Michael Schmidt, der zum 1. Oktober auf Vorschlag der Kreisfeuerwehrführung von Landrat Richard Reisinger zum Kreisbrandmeister ernannt worden war. Die Koordinierung der Wehren und Rettungskräfte in den einzelnen Einsatzabschnitte oblag Markus Siegler, dem Kommandanten der Feuerwehr Gunzendorf.

Kommandant Sven Zocher von der Feuerwehr Auerbach koordinierte den Abschnitt "Angriff". Schnell ergingen die nötigen Anweisungen für die Löschtrupps, für die Atemschutzträger und für den Einsatz der Drehleiter am Turm und an der Scheune neben dem Gebäude. Erschwert wurde die Rettung der beiden vermissten Personen im Bereich eines Aufenthaltsraumes durch dessen verzwickte Lage im Untergeschoss.

Das Wasser aus den Hydranten war jedoch nicht ausreichend. Daher musste sogar eine Leitung zum Goldbrunnbach gelegt werden. Dies übernahmen die Wehren aus Nasnitz, Nitzlbuch und Michelfeld. Diese Leitung mit einer Länge von 700 Metern hatte 50 Höhenmeter zu überwinden. Dazu setzte jede der drei Wehren ihre Pumpe ein.

Die erschwerte Suche nach den Personen durch die Atemschutzträger war ebenso erfolgreich wie die Löschangriffe gegen das Feuer. Bis 16 Uhr war der Einsatzort wieder aufgeräumt, und bei der Einsatzbesprechung konnten Einsatzleiter Markus Siegler und Kreisbrandmeister Michael Schmidt allen 70 bis 80 Kräften ihre Anerkennung für den Übungseinsatz aussprechen. Bürgermeister Neuss würdigte den optimalen Verlauf und das hervorragende Zusammenspiel der Auerbacher Wehren und hob hervor, dass es seitens der Feuerwehrführung keinerlei Kritik gebe.

Erster Löschtrupp "Wasser marsch": Schon wenige Minuten nach der Alarmierung war die Wehr Gunzendorf aktiv Bild: sck
Erster Löschtrupp "Wasser marsch": Schon wenige Minuten nach der Alarmierung war die Wehr Gunzendorf aktiv
Ein Löschangriff läuft auch über die Feuerwehrleiter. Bild: sck
Ein Löschangriff läuft auch über die Feuerwehrleiter.
Atemschutzträger (links am Löschfahrzeug) und Jugendfeuerwehr (Bildmitte) im Einsatz beim Ziehen des aufgerollten Schlauches für eine 700 Meter lange Löschwasserleitung zum nahegelegenen Goldbrunnbach. Bild: sck
Atemschutzträger (links am Löschfahrzeug) und Jugendfeuerwehr (Bildmitte) im Einsatz beim Ziehen des aufgerollten Schlauches für eine 700 Meter lange Löschwasserleitung zum nahegelegenen Goldbrunnbach.
Schnell waren auch die Atemschutzträger bereit zur Suche der vermissten Personen und zum Löscheinsatz im Gebäudeinneren. Bild: sck
Schnell waren auch die Atemschutzträger bereit zur Suche der vermissten Personen und zum Löscheinsatz im Gebäudeinneren.
 
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