Guteneck
24.08.2018 - 11:42 Uhr

Bald auf Empfang

Ein gutes Jahrzehnt lang beschäftigt die Kommunalpolitik der Kampf, um den Ausbau eines Mobilfunknetzes. Funklöcher rund um die Gemeinde Guteneck sollen endlich geschlossen werden. Nun ist der Kampf gewonnen.

Eine kleine Baustelle, aber ein großer Tag für Guteneck. Mit dem Bau eines Masten verschwindet Anfang nächsten Jahres das Funkloch . Bild: pjom
Eine kleine Baustelle, aber ein großer Tag für Guteneck. Mit dem Bau eines Masten verschwindet Anfang nächsten Jahres das Funkloch .

„Es gab in den letzten zehn Jahren sicher keine einzige Gemeinderatsitzung, in der dieses Thema nicht zur Sprache gekommen ist“, erklärt Bürgermeister Johann Wilhelm bei der Begrüßung der Festgäste. Denn am Dienstag, 21. August, gibt es durchaus Grund zum Feiern: Guteneck bekommt einen Mobilfunkmast, der es endlich auch möglich machen soll, per Handy zu kommunizieren.

„Für die Mobilfunkanbieter ist es nach wie vor nicht wirtschaftlich rentabel, hier einen Mobilfunkmast zu errichten. Umso mehr sind wir natürlich dankbar für die Kooperation mit Richard Viehbacher,“ berichtet Wilhelm. Richard Viehbacher vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Regenstauf finanziert das Bauprojekt. Dass ein Privatunternehmer in den Mobilfunk investiert, ist eher ungewöhnlich. Normalerweise sollte der Ausbau des Netzes auf die Mobilfunkanbieter zurückgehen. Landrat Thomas Ebeling sieht das jedoch keineswegs als Nachteil: „Es ist ein Glücksfall, dass Richard Viehbacher bei diesem Projekt teilhat.“

Es wird schnell klar, die Verwirklichung dieses jahrelang hart umkämpften Bauprojekts war abhängig von der guten Zusammenarbeit und Organisation vieler fleißiger Arbeiter. Vom Bauamt in Nabburg kümmerten sich Thomas Prey und Roswitha Heininger unter anderem um die Verwaltungsabläufe des Projekts und standen dabei in engem Kontakt mit dem Bauherrn Richard Viehbacher. Nicht zu vergessen sei auch, Burkhard Graf Beissel von Gymnich, der den Grund für den Mast und die dazugehörigen Leitungen an Viehbacher verpachtet.

Besonders für Graf Beissel bedeutet das Vorhaben viel: „Für mich ist das heute ein großer Tag, denn der Netzausbau ist für mich eine Zukunftssicherung der Gemeinde Guteneck. Er begründet es folgendermaßen: „Mobilfunknetz und digitale Anbindung stellen einen wichtigen Standortfaktor dar und bei dessen Fehlen wird sich auch kein Gewerbe hier ansiedeln.“ Ähnlich sieht es Landtagsabgeordneter Alexander Flierl. „Es bietet sich mit der Umsetzung des Projekts die Möglichkeit, hier bessere Infrastruktur für die Bewohner zu schaffen.“ Der Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier betont: „ Nicht zu vernachlässigen ist natürlich auch das Thema Sicherheit auf den Straßen beziehungsweise die stetige Möglichkeit Notrufe abzusetzen, was in einem Funkloch nicht möglich ist.“ Umso erfreulicher ist es für alle Anwesenden, dass das Projekt nun endlich unter Dach und Fach ist. Was jetzt noch fehlt, ist die praktische Umsetzung. Für den Wegbau und die Kabelleitung zum Mast ist die Firma Lottner aus Altendorf zuständig, um die Herstellung des Masts kümmert sich Johann Kiermeier von Europoles GmbH in Neumarkt.

Im Oktober soll der Mast soweit fertig sein. Die Inbetriebnahme durch die Mobilfunkanbieter Vodafone und Telekom, welche die Sendemöglichkeit mieten werden, findet – so Bürgermeister Wilhelm – jedoch nicht mehr dieses Jahr statt. Laut Thomas Prey von der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg, wird der Mast erst Anfang nächsten Jahres genutzt werden können, da er zunächst noch ins Sendenetz eingebunden werden muss.

Eine kleine Baustelle, aber ein großer Tag für Guteneck. Mit dem Bau eines Masten verschwindet Anfang nächsten Jahres das Funkloch.. Bild: pjom
Eine kleine Baustelle, aber ein großer Tag für Guteneck. Mit dem Bau eines Masten verschwindet Anfang nächsten Jahres das Funkloch..
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