22.08.2018 - 15:42 Uhr
GuteneckOberpfalz

Festliche Klänge in alten Mauern

Die vielen Gottesdienstbesucher erleben einen Musikgenuss besonderer Güte: Musiker von Format geben auf Einladung der Pfarreiengemeinschaft ein festliches Kirchenkonzert in St. Michael.

Karl Stepper, Alexander Kolleth, Sigrid Scholz, Oliver Trahndorff und Quirin Scholz (von links) bereiteten den Zuhörern einen Musikgenuss.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Die Organisatoren hatten ein gutes Händchen bei der Auswahl. Die Fantasia F-Dur für Orgel von Johann Ludwig Krebs lässt Karl Stepper schwungvoll erklingen. Von Georg Friedrich Händel folgte die Arie „Meine Seele hört im Sehen“ mit der Solostimme von Alexander Kolleth. Judith Scholz und Karl Stepper rundeten diesen Part mit Violine und Orgel ab. Es folgte die Bass-Arie „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete“ von Louis Pressel, die Quirin Scholz tonschön gestaltete. Wie immer begleitete Karl Stepper auf der Orgel. Rein instrumental waren die beiden ersten Sätze der Sonate C-Dur von Händel, die Judith Scholz auf der Violine spielte, wobei Amelie-Marie Bräutigam virtuos auf dem Kontrabass zusammen mit Karl Stepper an der Orgel den Generalsbass gestalteten. Ein frisch eingefügter Programmpunkt folgte: Tenor Oliver Trahndorff sang Präludium und Arie „Comfort me / Every Valley“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Händel. Eine weitere Orgelfantasie von J. L. Krebs schloss sich an - diesmal „à gusto italiano“, also in leicht tänzerischer Manier. Dann sang das gesamte Quartett - Alexander Kolleth (Sopran), Sigrid Scholz (Alt), Oliver Trahndorff (Tenor) und Quirin Scholz (Bass) das „Kyrie“ aus der „Messa a 4 voci“ von Claudio Monteverdi in fein abgestimmter Tonführung und unter einfühlsamer Leitung von Karl Stepper. Von Domenico Zipoli folgten zwei kurze Orgelstücke: „Al Post comunio“ wurde flink vorgetragen, „All´ Offertorio“ erklang als festliche Hymne. Die drei weiteren Sätze aus der Sonate HWV 365 von Händel schlossen sich an. Wieder zeigte das instrumentale Trio gediegenes Zusammenspiel.

Dann war erneut das Gesangsquartett gefordert. Von Gregor Aichinger stammt der Chorsatz „Factus est repente“, den die Vier mit kräftigen Stimmen vortrugen. Eine weitere Orgelfantasie von J. L. Krebs gestaltete Karl Stepper souverän. Dann ein intensives Bass-Gebet von Felix Mendelssohn-Bartholdy: „Sei stille dem Herrn“ sang Quirin Scholz mit seiner schönen Stimme. Die nächste Arie wurde von Judith Scholz auf der Violine mitgestaltet. „Singe, Seele, Gott zum Preis“ von Händel war von Alexander Kolleth zu hören, das „Ave verum corpus“ von Mozart trug Oliver Trahndorff vor. Karl Stepper setzte mit dem kurzen, aber prägnanten „Präludium Nr. 3 C-Dur“ von J. L. Krebs den Schlusspunkt des Festkonzerts. Als Zugabe erklang das Gesangsquartett „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ aus dem Oratorium „Elias“ von Mendelssohn-Bartholdy. Ein schönes Finale des gelungenen Festkonzerts.

Amelie-Marie Bräutigam überzeugte am Bass, Judith Scholz an der Violine. Karl Stepper.begleitete das Festkonzert an der Orgel.
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