02.01.2020 - 15:05 Uhr
GuteneckOberpfalz

Finanziellen Gürtel enger schnallen

In der letzten Gemeinderatssitzung des alten Jahres zeigt Kämmerer Thomas Bodensteiner die finanzielle Zukunft der Gemeinde Guteneck auf. Es heißt, den Gürtel enger zu schnallen und Rücklagen zu bilden.

Urnen-Erdgräber können in den Rasen eingelegt und durch Randbegrenzungen gestaltet werden. Nach der Erstellung eines Konzepts wird sich der Gemeinderat für eine Lösung entscheiden.
von Alois KöpplProfil

Zügig abgearbeitet waren die Tagesordnungspunkte des öffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung. Einstimmig erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen für den Neubau einer Garage und einer Wohnung in Unterkatzbach durch Thomas Schmidt aus Luigendorf. Nach Beschluss der Räte wird ab dem kommenden Jahr für Leistungen der Bauhofarbeiter gegenüber Dritten ein Stundenlohn von 37,88 Euro verrechnet.

Für den Friedhof in Weidenthal soll ein Konzept für Urnengräber erstellt werden. Urnen-Erdgräber oder Urnen-Röhrengräber, die in den Rasen eingelegt und durch verschiedene gestalterische Varianten verwirklicht werden können, sind hierbei angedacht. Diese Variante ist weit günstiger als Stelen. Der VG-interne Architekt Johannes Schießl soll nach dem Willen des Gemeinderats dafür ein Konzept erstellen.

Die Sportfreunde 1974 Weidenthal-Guteneck sind ein sportlicher und gesellschaftlicher Aktivposten in der Gemeinde. Alleine zehn Fußballmannschaften - teilweise in Partnerschaft mit anderen Vereinen - und eine Gymnastiksparte bereichern das Freizeitangebot in der Kommune. Um die finanziellen Hürden meistern zu können, genehmigte der Gemeinderat einstimmig einen Zuschuss in Höhe von 1500 Euro.

Die Jahresrechnung 2018 hatte der Rechnungsprüfungsausschuss in seiner Novembersitzung geprüft. Die Fragen konnten gleich vor Ort mit dem Kämmerer geklärt werden. Es gab keine Beanstandungen, so dass bei der anschließenden Abstimmung einstimmig Entlastung erteilt werden konnte.

Haushalt beim Landratsamt

Bürgermeister Johann Wilhelm zeigte sich erfreut, dass der Haushaltsentwurf für 2020 für eine Vorberatung bereits vorliege. Kämmerer Thomas Bodensteiner erläuterte detailliert die Eckpunkte des Entwurfs, der dem Landratsamt Schwandorf zur Prüfung und Genehmigung übersandt wird. "Man muss die Investitionen zurückfahren, um Rücklagen für die Zukunft aufzubauen", betonte der Kämmerer. Das geplante Baugebiet "Hütberg Nord" in Weidenthal stelle eine Zukunftsinvestition dar. Eine momentan weitere Verschuldung der Gemeinde ist ausgeschlossen, um Handlungsspielraum für die Zukunft zu haben.

Durch die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge klafft in der Gemeinde eine Lücke von rund 270 000 Euro. Bei der jährlichen Ausgleichsüberweisung in Höhe von rund 10 000 Euro sei das Loch in 27 Jahren gestopft. Hier müsse ein Umdenken in der Politik erfolgen, damit die Gemeinden in der Zukunft handlungsfähiger bleiben. Im Januar kommt nun viel Arbeit auf die Gemeinderäte zu, da der Haushaltsentwurf nach der noch ausstehenden Stellungnahme durch das Landratsamt diskutiert und verabschiedet werden muss.

Das Gemeindeoberhaupt informierte den Gemeinderat, dass in der Grundschule Weidenthal aus dem Digitalbudget "Digitales Klassenzimmer" zwei Laptops und dazugehörige Dokumentenkameras beschafft werden. Die Maßnahme wurde laut Wilhelm wegen einer Umstellung des Internetanschlusses sowie des Telefonanschlusses auf IP-Telefonie notwendig. Bei einer Förderquote von 90 Prozent betrage der Zuschuss 2407 Euro.

Müll im Grüngutcontainer

Gemeinderatsmitglied Wolfgang Blödt erkundigte sich nach der Unterdeckung bei den Friedhofsgebühren. "Die innere Verrechnung" mit der Verwaltung sei dabei ein großer Batzen, da die Kosten zum Beispiel für Verwaltung oder Bauhof umgelegt werden, so die Antwort. Der Grüngutcontainer am Weidenthaler Friedhof entwickelt sich immer wieder zum "Problemcontainer". Nicht nur Friedhofsabfälle, sondern auch Steine, Fenster und anderer Müll sorgen laut Bürgermeister Wilhelm für Ärger bei den Gemeindearbeitern. Ob hier ein Appell an die Vernunft dieser Personen helfe, die erhebliche Kosten für die große Anzahl der Vernünftigen verursachen, dürfe bezweifelt werden.

Eine jährliche Bezahlung der Friedhofgebühren (bisher alle 15 Jahre) würde einen großen verwaltungstechnischen Mehraufwand erfordern. Ein nichtöffentlicher Teil schloss sich an.

Die Sportfreunde 1974 Weidenthal-Guteneck e.V. leisten ehrenamtlich viel für das sportliche und gesellschaftliche Angebot in der Gemeinde.
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