06.01.2020 - 16:48 Uhr
GuteneckOberpfalz

Günstiger, als zu Beginn gedacht

Das Flurneuordnungs- und Dorferneuerungsverfahren Guteneck-Weidenthal geht voran. Bei einer Versammlung informieren sich annähernd 60 Zuhörer über das Wegebauprogramm und die erwarteten Kosten in der Flur.

In unmittelbarer Nähe zum neuen Wirtschaftsweg wurde eine fünf Meter breite Heckenstruktur angelegt. Zahlreiche Teilnehmer halfen vor Ort bei den Pflanzarbeiten mit und erhielten hierfür eine Gutschrift.
von Externer BeitragProfil

Das Flurneuordnungs- und Dorferneuerungsverfahren Guteneck-Weidenthal geht voran. Bei einer Versammlung informieren sich annähernd 60 Zuhörer über das Wegebauprogramm und die erwarteten Kosten in der Flur.

Es gehört zur festen Tradition zum Jahreswechsel, dass der zuständige Projektleiter und Vorstandsvorsitzende, Bauoberrat Martin Stahr, den Teilnehmern den Sachstand erläutert. Das geplante 4,52 Kilometer lange Wegenetz in der Weidenthaler Flur ist größtenteils fertiggestellt. Nur noch zwei Wegtrassen werden im Frühjahr 2020 begonnen. Auch die ausstehenden Pflasterarbeiten an Steigungsstücken werden witterungsbedingt auf das kommende Jahr vertagt. Erfreulich: "Das Ausschreibungsergebnis mit 838 000 Euro lag 24 Prozent unter der Kostenberechnung", so Stahr. Nach der Berücksichtigung der 90-prozentigen Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz verbleiben bei der Teilnehmergemeinschaft 84 000 Euro, was wiederum drei Einhebungen mit 100 Euro pro Hektar bedeutet.

Im Jahr 2019 stand jedoch nicht nur der umfangreiche Wegebau im Vordergrund. Ausgleichsmaßnahmen in der Flur unterstreichen die ökologischen Zielsetzung des Verfahrens. Hierbei wurde ein ökologischer Wegseitengraben (49 Prozent des Kompensationsbedarfs) hergestellt, eine Bachrenaturierung (50 Prozent des Kompensationsbedarfs) angegangen und eine neue Heckenstruktur (16 Prozent des Kompensationsbedarfs) gepflanzt. Diese Zahlen zeigen, dass die Teilnehmergemeinschaft deutlich mehr an Ausgleichsmaßnahmen erbringt, um diese erhöhte Förderung von 90 Prozent zu erhalten.

Anschließend gab Martin Stahr einen Überblick zum Finanzplan des Vorhabens. Derzeit sind 1,2 Millionen Euro in der Flur investiert worden, um eine entsprechend leistungsfähige und ökologische Infrastruktur zu schaffen. 70 Prozent der Gesamtkosten entfallen hiervon für den Wegebau. Für die Ausgleichsmaßnahmen sind Kosten in Höhe von lediglich zehn Prozent entstanden. "Ein kleiner Beitrag aller Teilnehmer zur Bereicherung der Landschaft und zum Artenschutz", führte Stahr weiter aus. Des Weiteren sei aus Sicht des Kassenstandes derzeit nur noch eine achte Einhebung zum 1. April 2020 notwendig, um die restlichen Maßnahmen (Restwegebau, Beseitigung von Ranken, Vermessung des Verfahrensgebietes) finanziell abwickeln zu können. Das Verfahren wird somit günstiger als noch im April 2014 gedacht.

Auch im Bereich der Dorferneuerung konnte Martin Stahr positive Nachrichten verkünden. Sie ist bis Ende 2020 abgeschlossen. Im kommenden Jahr wird in der Flur die Überarbeitung und Verdichtung des Vermessungsnetzes beginnen, um anschließend die neue Situation vermessungstechnisch erfassen zu können.

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