17.02.2020 - 17:49 Uhr
GuteneckOberpfalz

Meinung der Jugend gefragt

Welche Interessen haben junge Leute? Wie stellen sie sich ihr Leben in der Gemeinde vor? Bürgermeister Johann Wilhelm organisiert einen Abend im Sportheim. Ihm ist es ein Anliegen, die Interessen und die Meinung der Jugend zu hören.

Erfreulich war, dass die erste Jugendbürgerversammlung der Gemeinde so guten Anklang fand und viele interessierte, junge Bürger gekommen waren, um ihre Fragen und Anliegen an Bürgermeister Johann Wilhelm weiterzugeben.
von Elisabeth MannerProfil

Zum ersten Mal veranstaltete die Gemeinde eine Jugend-Bürgerversammlung. Einige Gemeinderäte, Jugendbeauftragter Franz Kirchberger, der Jugendleiter des Sportvereins, Johannes Lippert, und zwei Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg waren vor Ort. Sie freuten sich über die große Anzahl junger, interessierter Teilnehmer, die das Angebot des Bürgermeisters annahmen und ihre Fragen vorbrachten.

Wie die Gemeinde dasteht

So erklärte Hans Wilhelm, wie es zu der aktuell schwierigen, finanziellen Lage der Gemeinde kam. Einige Baumaßnahmen und Investitionen, die allesamt von großer Bedeutung für die Gemeinde waren, trafen zusammen. Auch der Bau des Feuerwehr- und Gemeindehauses in Guteneck und die Restaurierung des alten Schulhauses verschlangen eine größere Summe Geld. In den letzten Jahren tat sich aber auch einiges in Sachen Glasfaserausbau und Verbesserung des Mobilfunknetzes, was besonders die junge Generation sehr freut.

Zur Zukunft der Feuerwehren kam die Frage auf, ob es angedacht sei, die vier Feuerwehren zukünftig zusammenzulegen. Da die Gemeinde in Sachen "Atemschutz" gefordert ist, Atemschutzträger auszubilden und die entsprechende Ausrüstung anzuschaffen, ist bereits eine Zusammenarbeit der Feuerwehren gefragt, da dies von einer Wehr alleine nicht gestemmt werden kann. "Grundsätzlich wäre eine Zusammenlegung natürlich eine Ersparnis", so Wilhelm, "allerdings müsste die Initiative hier von den Feuerwehren selbst ausgehen. Das kann nicht von der Gemeinde verordnet werden". Positiv sei allerdings, dass bereits die Jugendausbildung ortsübergreifend laufe und so die junge Generation in den einzelnen Orten offener werde und zusammenwachse. Johannes Lippert merkte in diesem Zusammenhang an, dass ein gemeinsam ausgeübter aktiver Dienst ja nicht automatisch die Aufgabe der einzelnen Vereine erfordere. Der gesellschaftliche Teil des Vereinslebens, der bei der freiwilligen Feuerwehr eine große Rolle spiele, könne deswegen wie bisher in den Orten ausgeübt werden.

Gefragte Bauplätze

Nachfragen kamen auch zum geplanten Baugebiet in Weidenthal. Da in der Gemeinde das Vereinsleben floriert und gepflegt wird, gibt es viele Jugendliche und junge Erwachsene, die sich ein Leben in der Gemeinde gut vorstellen können. Allerdings gibt es derzeit kein Angebot an Bauplätzen, die zur Verfügung gestellt werden könnten. Deshalb ist es ein großes Anliegen von Bürgermeister Wilhelm, die Erschließung der geplanten Bauplätze schnellstmöglich voranzutreiben. Insgesamt kam die Veranstaltung sehr gut an und die Anwesenden äußerten den Wunsch, im nächsten Jahr eine Neuauflage zu starten.

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