Guteneck
18.07.2026 - 11:24 Uhr

Mittelstands-Union fordert in Guteneck Anreize für Wirtschaftswachstum

Zum fünften Sommerempfang lud die CSU-Mittelstands-Union nach Guteneck ein. Das Ambiente des Schlosses, das kulinarische Angebot und die angenehmen Gespräche ließen für ein paar Stunden die Probleme vergessen.

„Für den Mittelstand sieht es momentan nicht so rosig aus“, sagte der Kreisvorsitzende der CSU-Mittelstands-Union (MU), Christian Paulus, bei der Begrüßung der 70 geladenen Gäste am Freitag im Schlossinnenhof in Guteneck. Seiner Meinung nach „redet die SPD zu viel mit“, und auch die CDU bleibe hinter den Erwartungen zurück. Mit der „überbordenden Bürokratie aus Brüssel“ und der Berichtspflicht nennt er weitere Gründe für „das Lahmen der Wirtschaft“. Zur Steigerung des Wachstums brauche es jetzt Anreize und „eine starke CSU“, so der IT-Unternehmer. Denn: „Wenn es dem Mittelstand und der Wirtschaft gut geht, dann geht es auch den Menschen im Lande gut.“

Zielgruppe der Mittelstandsunion sind Unternehmen aller Branchen im Landkreis Schwandorf, die sich, wie es in der Satzung heißt, „mit den Idealen einer freien und sozialen Marktwirtschaft identifizieren und die Werte der CSU kommunizieren“. Das Netzwerk diene dem gemeinsamen Austausch und der Nutzung von Synergien, so Vorsitzender Christian Paulus. Diesem Ziel diene auch der jährliche Sommerempfang, der zuletzt viermal im Hotel Birkenhof und am Donnerstag erstmals auf Schloss Guteneck stattfand.

Unternehmergeist des Mittelstands

Die geschlossene Gesellschaft aus MU-Mitgliedern, Politikern sowie Vertretern aus Wirtschaft und Behörden versammelte sich zum Empfang im Innenhof des Schlosses. Gastgeber Burkhard Graf Beissel von Gymnich hatte die Tafel festlich dekorieren und die Möbel mit Hussen überziehen lassen. Dem Ambiente angemessen war auch das kulinarische Angebot des Gastgebers.

Ehrengast war diesmal der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Alexander Hoffmann. Der aus einem Familienbetrieb in Würzburg stammende Jurist weiß den Unternehmergeist des Mittelstands zu schätzen. Er ist überzeugt: „Ohne Unternehmen gibt es kein Wachstum und ohne Wachstum keine Demokratie.“ Der CSU-Politiker bekommt „die schlechte Stimmung im Land“ mit, „angefangen bei der Bahn über den Fußball bis zur Bundesregierung“. Mit dieser negativen Einstellung lasse sich aber kein Blumentopf gewinnen, so Hoffmann. Er fordert zu mehr Optimismus auf und ist der Meinung: „Wir müssen wegkommen von der Lust am Scheitern und brauchen wieder Lust am Gewinnen.“

Fördern und fordern

Der Bundestagsabgeordnete bekräftigte die Haltung der CSU, die die Minijobs beibehalten und die Erbschaftsteuer senken wolle. Er verteidigte die Maßnahmen zur Gesundheitsreform, „die weiterhin Spitzenmedizin für jedermann zu stabilen Preisen“ garantierten. In den Reformen zur Entbürokratisierung sieht er einen Paradigmenwechsel. Und die Senkung des Strompreises, die Pendlerpauschale und die Aktivrente nennt er „zarte Pflänzchen für mehr Wachstum“.

Der CSU-Politiker ist sich aber bewusst, „dass wir noch lange nicht über dem Berg sind“. Seine Forderung zum Steuerrecht: „Leistung muss sich wieder lohnen.“ Und die Grundsicherung sieht er als „Hilfe zur Selbsthilfe“ nach dem Motto: „Fördern und Fordern“.

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