Weiden in der Oberpfalz
22.09.2026 - 17:22 Uhr
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Weidener Volksfest: Positive Bilanz, neues Konzept kommt an

Fünf Tage Volksfest sind vorbei: Die Stadt Weiden zieht eine positive Bilanz, die Polizei meldet deutlich weniger Straftaten als im Vorjahr. Festwirt Daniel Vampa sieht sich mit seinem neuen Konzept bestätigt.

Fünf Tage mit Musik, Fahrgeschäften und Festzelt liegen hinter Weiden. Die erste Bilanz fällt positiv aus. „Das Volksfest ist aus Sicht der Veranstalter sehr gut gelaufen“, teilt die Stadt Weiden auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mit.

Genaue Besucherzahlen kann die Stadt zwar nicht nennen, aber der kostenpflichtige Parkplatz liefert einen Anhaltspunkt: Dort wurden nach Angaben der Stadt mehr als 1.500 Parkvorgänge registriert. Insgesamt dürfte das Volksfest damit ungefähr so viele Besucher wie im Vorjahr gehabt haben.

Besonders das veränderte Programm im Festzelt kam gut an. „Das Festzelt mit dem neuen Programm wurde von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen und besucht“, heißt es aus dem Rathaus. Auch die Stimmung sei über die fünf Tage hinweg gut gewesen. Größere Zwischenfälle habe es nicht gegeben.

Deutlich weniger Straftaten

Das bestätigt auch die Polizei in Weiden. „Das Fest verlief aus polizeilicher Sicht insgesamt ruhig“, sagt Polizeihauptkommissar Dieter Gradl gegenüber Oberpfalz-Medien. Acht Straftaten wurden in diesem Jahr im Zusammenhang mit dem Volksfest registriert: vier Körperverletzungen, ein Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, eine sexuelle Belästigung, der Diebstahl eines E-Scooters und eine Fundunterschlagung.

Damit ging die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. 2025 hatte die Polizei 17 Delikte gezählt, darunter allein acht Körperverletzungen. Außerdem gab es unter anderem eine Bedrohung, einen Taschendiebstahl, einen Hausfriedensbruch und zwei Verstöße gegen Paragraf 86a Strafgesetzbuch wegen des Zeigens des Hitlergrußes. Der Schwerpunkt lag auch im Jahr 2026 bei den Körperverletzungen. Insgesamt sei das Fest jedoch „ruhiger als im Vorjahr“ verlaufen, bilanziert die Polizei.

Feuertaufe für Festwirt

Festwirt Daniel Vampa, der im Zelt selbst auflegte, blickt zufrieden auf die fünf Tage zurück. „Lustig und anstrengend“ sei das Volksfest gewesen, vor allem aber „facettenreich“. Sein Fazit zum neuen Konzept fällt entsprechend positiv aus: „Ich glaube, das ist mir und meinem Team ganz gut gelungen.“

Vampa setzte bewusst auf unterschiedliche Abende und Zielgruppen. Zum Auftakt gab es mit "Highline" einen klassischen Volksfestabend. Am Freitag folgte ein Hip-Hop-Abend, bei dem Vampa selbst als DJ Dollar Bill hinter den Plattentellern stand. Am Samstag wurde bei der Mallorca-Party mit verschiedenen DJs gefeiert. Der Sonntag begann traditionell mit dem Frühschoppen, anschließend übernahm ein Alleinunterhalter. Zum Abschluss am Montag stand ein Line-Dance-Abend auf dem Programm.

Auch die Entscheidung für ein kleineres Zelt mit rund 1.500 Plätzen habe sich aus seiner Sicht bewährt. „Wenn das Zelt kleiner ist, ist die Stimmung schneller da und es wird sofort gemütlich“, sagt Vampa. Das Konzept sei nicht nur beim Publikum angekommen, sondern habe sich auch wirtschaftlich gelohnt. Der umsatzstärkste Tag sei der Freitag gewesen.

Neue Wege gehen

Für Daniel Vampa ist das Volksfest ein Beispiel dafür, dass Veranstalter neue Wege gehen müssen. „Wir haben gezeigt, dass man mit einem neuen Konzept und mit der Zeit gehen kann“, sagt er. An alten Ideen festzuhalten, nur weil es „immer schon so“ gewesen sei, reiche heute nicht mehr aus. Sein Ziel ist es, mit unterschiedlichen Angeboten möglichst viele Menschen zu erreichen und „Jung und Alt zusammenzubringen“.

Die Stadt Weiden will das diesjährige Volksfest in den kommenden Tagen und Wochen noch genauer analysieren. Ziel sei es, aus den Erfahrungen verlässliche Schlüsse für die Planung des nächsten Jahres zu ziehen. Für alle anderen Beteiligten steht zunächst der Abbau an: Festwirt Daniel Vampa und die Schausteller bauen Zelte, Fahrgeschäfte und Buden ab. Nach fünf Tagen Volksfest kehrt auf dem Neuen Festplatz langsam wieder Ruhe ein – bis zum Frühlingsfest im neuen Jahr.

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