Guteneck
16.09.2022 - 11:14 Uhr

Ortsumgehung von Unteraich rückt in weite Ferne

Das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung Unteraich läuft seit zehn Jahren und wird nun eingestellt. Nach dem Willen der Bevölkerung soll ein neues Planfeststellungsverfahren eine Lösung bringen.

Die Ortsdurchfahrt von Unteraich ist eine vielbefahrene Straße. Eine Umgehungsstraße käme dem Wunsch der Bevölkerung sehr entgegen. Bild: bnr
Die Ortsdurchfahrt von Unteraich ist eine vielbefahrene Straße. Eine Umgehungsstraße käme dem Wunsch der Bevölkerung sehr entgegen.

Bei einem Besprechungstermin zwischen dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach und Bürgermeister Johann Wilhelm gelangte man zu der Einsicht, dass aufgrund der veralteten Unterlagen und der verstrichenen Zeitspanne von über zehn Jahren die Planungen zur "Ortsumgehung Unteraich" nicht mehr weitergeführt werden. Eine Neuaufnahme des Verfahrens ist aber möglich, wenn dies der Wille der Bevölkerung ist.

Dazu fand am 17. August eine Ortsteilversammlung im Gemeindehaus Unteraich statt. Dabei kristallisierte sich schnell heraus, dass die Bevölkerung die Reduzierung des Verkehrsflusses durch den Ort wünscht, um einen ruhigeren Ortskern zu erreichen. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung, bei zwei Stimmenthaltungen, stimmte für eine Neuaufnahme des Verfahrens. Entsprechend lautete auch der Beschluss des Gemeinderates von Guteneck: Das alte Verfahren wird eingestellt und ein neues Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Bei der "Dauerbaustelle" Ortsdurchfahrt Pischdorf zeichnet sich nun ein Ende ab. Auf Nachfrage von Gemeinderätin Gertraud Schichtl erhielt sie von Bürgermeister Wilhelm die Antwort, dass in der nächsten Woche mit den Pflasterarbeiten begonnen wird. Wenn alles nach Plan läuft, kann Ende November die Maßnahme Ortsdurchfahrt abgeschlossen werden.

Eine gute Nachricht konnte Bürgermeister Wilhelm in Sachen "Neugestaltung des Dorfplatzes Pischdorf" verkünden. Dem Antrag auf Förderung eines Projektes nach dem EU-Programm ELER wurde stattgegeben. Das Amt für Ländliche Entwicklung hat daher eine Förderung von 192 111 Euro in Aussicht gestellt. Die Gesamtausgaben liegen voraussichtlich bei 335 200 Euro. Mit den Bauarbeiten wird 2023 begonnen.

Die Feuerwehren der Gemeinde wurden bereits mit digitalen Funkgeräten ausgestattet. Jetzt erfolgt die Umstellung der Sirenenanlagen auf digitale Alarmierung. Für die fünf Sirenen im Gemeindebereich fallen Kosten in Höhe von 12 110 Euro an, die zu 80 Prozent vom Freistaat bezuschusst werden. Der Kindergarten und die Grundschule Weidenthal streben eine Kooperation mit dem Naturpark Oberpfälzer Wald an, zur Schaffung eines Naturpark-Kindergartens und einer Naturpark-Schule. In einer Naturpark-Kita oder Naturpark-Schule werden durch eine Kooperation mit dem Naturpark Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur, Handwerk und Land- und Forstwirtschaft im Alltag auf Ausflügen oder im Rahmen von Projekten behandelt. Der Gemeinderat stimmte einer Kooperationsvereinbarung zu. Ein Landwirt in Pischdorf plant den Neubau eines Jungvieh- und Bullenmaststalles mit Festmistlager, einer Bergehalle sowie einer Güllegrube. Dem Bauvorhaben wird das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Wilhelm sprach den Mitarbeitern des Bauhofes ein dickes Lob aus. Sie haben den Parkettboden im Gemeindehaus abgeschliffen und neu geölt. Dadurch konnte ein schöner Betrag eingespart werden.

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