24.09.2018 - 19:04 Uhr
GuteneckOberpfalz

"Starwall-Elemente" sparen Zeit

Die Neugestaltung der Hofmarkstraße nimmt Kontur an. Der Gemeinderat bringt in seiner Sitzung einiges auf den Weg.

Die Gutenecker Gemeinderäte begutachteten die Muster, die für die Gehwege in der Hofmarkstraße in Frage kommen.
von Richard AltmannProfil

Der Ort will sich herausputzen. In Sachen Einfache Dorferneuerung hatte vor kurzem bereits die Teilnehmergemeinschaft Pflasterflächen in umliegenden Gemeinden begutachtet, nun waren verschiedene Muster auch vor Ort zu sehen. Wie die Teilnehmergemeinschaft tendiert auch der Gemeinderat zu einem Pflaster in Muschelkalk-Optik, wobei für Gehwegflächen und Parkflächen unterschiedliche Farbtöne gewählt werden sollen.

Im Gemeindehaus stellten dann Martin Stahr vom Amt für ländliche Entwicklung und Alfons Himmelstoß vom Verband für ländliche Entwicklung die Planung für den Ausbau der Hofmarkstraße mit Schlossberg und Pfarrhofgasse vor. Laut Stahr müssen zusätzlich zur Planung von Gottfried Blank teilweise verschiedene Mauern erneuert werden. Zusätzlich soll die Nebenstraße zwischen dem Gasthof Vetterl und dem Anwesen Bogner bis zur Einmündung in die Schlossstraße ausgebaut werden. Als Oberflächenbelag empfiehlt er ein Betonpflaster. 60 000 Euro zusätzliche Kosten stehen hier im Raum.

Nur Streifenfundament

Schwerpunkt der Planvorstellung waren die Grundstückseinfriedungen bzw. Mauern. Hier bieten sich laut Alfons Himmelstoß "Starwall-Elemente" an. Ein großer preislicher Unterschied zu Ortbetonmauern besteht nicht. Der Vorteil beim Setzen dieser Mauern: Es müssen keine Fundamente ausgehoben werden. Ein Streifenfundament aus Beton mit einer Stärke von 15 Zentimetern ist ausreichend.

Bei dieser Ausführung ergibt sich eine nicht unerhebliche Zeitersparnis. Die nach einer Ortsbegehung in Frage kommenden Mauern verursachen einen Kostenaufwand von 60 000 Euro. Nachdem beim Bau der Straße der Bereich 60 Zentimeter tief ausgekoffert werden muss, hat man etliche Mauern aus statischen Gründen neu zu errichten. Nach intensiver Debatte beschloss das Gremium, dass die Gemeinde den Bau finanziell übernimmt. Die Maßnahme wird mit 62 Prozent bezuschusst.

Als Variante wird eine Mauer mit einer Verblendung aus Dürnersdorfer Granit vorgeschlagen. Wünscht ein Anlieger eine andere und teure Ausführung, so muss er den Aufpreis selbst bezahlen. Neue Zäune und Pflanzen soll der Grundstückseigentümer kostenmäßig tragen. Martin Stahr wies darauf hin, dass Privatpersonen beispielsweise bei Errichtung eines Zaunes ab einer Investitionssumme von 5000 Euro ebenfalls eine Privatförderung aus dem Topf der Ländlichen Entwicklung erhalten können.

Kein Rasengitterpflaster

Als Belag im Bereich der Parkflächen ist im genehmigten Entwurf des Büros Blank ein Rasengitterpflaster vorgesehen. Nachdem die Teilnehmergemeinschaft hier ein anderes Pflaster ohne Fugen haben möchte, muss abgeklärt werden, ob diese Ausführung auch gefördert wird. Über das Procedere wurde zwischen den Vertragspartnern - Teilnehmergemeinschaft und Gemeinde - eine Vereinbarung abgeschlossen, die vom Gemeinderat einstimmig gebilligt wurde.

Der Verbindungsweg zwischen der Hofmarkstraße (Vetterl/Bogner) bis zur Straße Schlossberg soll entgegen der bisherigen Planung ebenfalls befestigt werden. Für eine Pflasterung mit den erforderlichen Arbeiten fällt hier ein voraussichtlicher Bruttobetrag von 60 000 Euro an. Die Teilnehmergemeinschaft fördert diese Maßnahme mit den üblichen Sätzen.

Das Ingenieurbüro Weiss legte einen Bauentwurf für die Kanalsanierung vor. In der Kostenberechnung ist ein Bruttobetrag von 466 000 Euro aufgeführt. Hierin ist allerdings das Kanalteilstück, zwischen dem Gasthaus Vetterl/Bogner zur Straße "Schlossberg", nicht enthalten. Nach den aktuellen Abwasser-Förderrichtlinien ist mit einer Zuwendung von 149 700 Euro zu rechnen. In den nächsten Wochen ist eine Überarbeitung der derzeitigen Förderrichtlinien vorgesehen.

Bei der Maßnahme Dorferneuerung sind in der Vereinbarung zur Kostenbeteiligung zwischen der Gemeinde und der Teilnehmergemeinschaft voraussichtliche förderfähige Kosten von 730 000 Euro aufgeführt. Für den Ausbau des Verbindungsweges muss mit weiteren 60 000 Euro gerechnet werden. An nicht zuschussfähigen Kosten kommen noch Beträge für Planung, Baunebenkosten sowie Straßenbeleuchtung hinzu. Damit dürfte der Gesamtaufwand bei etwas mehr als einer Million Euro liegen. Nach Abzug der Förderung und der staatlichen Leistungen für die Straßenausbaubeiträge verbleibt ein Betrag von 350 000 Euro bei der Gemeinde.

Für die Erneuerung der Abwasserleitungen muss die Kommune nach Abzug der Förderung mit einem Betrag von ebenfalls 350 000 Euro rechnen.

Die Gestaltung der Hofmarkstraße in Guteneck soll sich zum Positiven verändern.
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