06.10.2020 - 14:07 Uhr
GuteneckOberpfalz

Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck: Betreiber setzt auf München

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Schloss Guteneck bereitet sich auf den 16. Weihnachtsmarkt vor - trotz aller Unwägbarkeiten in Pandemiezeiten. Burkhard Graf Beissel von Gymnich ist optimistisch und setzt auf München.

Die Schlossweihnacht in Guteneck zieht normalerweise tausende Besucher an. Trotz Corona soll der Markt auch in diesem Jahr stattfinden - mit weniger Gästen an mehr Öffnungstagen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Schlossweihnacht in Guteneck genießt deutschlandweit den Ruf als einer der schönsten Weihnachtsmärkte. Die 16. Auflage steht in diesem Jahr an - und Schlossherr Burkhard Graf Beissel von Gymnich gibt sich optimistisch, dass es auch klappt. Er setzt auf die Politik: "Ich glaube, dass der Wille da ist, den Leuten in tristen Zeiten etwas Freude zu bereiten." Gespräche mit dem Landratsamt haben erste Grenzen abgesteckt, was in Corona-Zeiten möglich ist und was nicht.

Aufgaben lösbar

"Wir werden Auflagen erfüllen", sagte Beissel den Oberpfalz-Medien. Das Gelände wird erweitert, auf Bewirtung in geschlossenen Räumen weitgehend verzichtet. Hygieneauflagen, Abstände, Maskenpflicht: Das sei lösbar, so Beissel. "Wir wollen ja auch kein Zentrum für die Krankheit bilden". Die derzeit steigenden Fallzahlen schärfen nach Beissels Ansicht sogar das Einsehen der potenziellen Besucher, sich an die Vorgaben zu halten.

Bei einer Vorbesprechung im Landratsamt mit Veranstalter, Gesundheits- und Sicherheitsbehörden wurden vergangene Woche einige Themen gewälzt, wie Pressesprecher Hans Prechtl mitteilte. Weniger Fieranten und die Verteilung der Besucher auf zusätzliche Öffnungstags, beschränkter Alkoholkonsum, Abstands- und Maskenpflicht, zusätzliche Flächen und Wegeführung, die Dokumentation der Kontaktdaten sowie die Überwachung der diversen Vorgaben waren einige Kernpunkte der Besprechung. "Das Rohkonzept wird vom Veranstalter fortgeschrieben", sagte Prechtl.

Entscheidung noch offen

Entscheidend für eine Ausnahmegenehmigung wird auch sein, welches Signal die Staatsregierung zu dem Thema sendet. "Ohne Ausnahmegenehmigung wäre der Gutenecker Weihnachtsmarkt aufgrund seiner Besucherzahlen derzeit verboten", sagte Prechtl. Diese Ausnahmegenehmigung würde das Landratsamt erteilen. So sieht es die aktuell gültige, "Siebte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung" vom 1. Oktober vor. Kernpunkt: Die Veranstaltung muss aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar sein.

"Ich hoffe, dass wir dem Ministerpräsidenten die Entscheidung pro Weihnachtsmarkt leicht machen", gibt sich Beissel optimistisch. Das Leben, so meint der Schlossherr, müsse ja auch trotz Corona irgendwie weitergehen.

Hintergrund:

Infos zum Weihnachtsmarkt

Geht es nach den Plänen der Veranstalter, wird der Weihnachtsmarkt ab 26. November starten und vier Tage pro Woche offen sein: donnerstags und freitags von 15 bis 20 Uhr, samstags von 12 bis bis 20 und sonntags von 11 bis 20 Uhr. Letztes Öffnungstag ist der 20. Dezember. Tickets gibt's online. Sie gelten auch für das kommende Jahr, sollte der Markt nicht stattfinden können. (ch)

Ich hoffe, dass wir dem Ministerpräsidenten die Entscheidung pro Weihnachtsmarkt leicht machen.

Burkhard Graf Beissel von Gymnich.

Burkhard Graf Beissel von Gymnich.

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