31.03.2019 - 12:29 Uhr
Guttenberg bei KemnathOberpfalz

Kommandant Hans Steinkohl gibt seinen letzten Tätigkeitsbericht

Bei der Guttenberger Feuerwehr geht eine Ära zu Ende. Hans Steinkohl gibt nach 36 Jahren das Amt des Kommandanten in jüngere Hände. Er war der dienstälteste Kommandant im Westen des Landkreises.

Ehrenkommandant Hans Steinkohl (Mitte) mit dem neuen Kommandanten Christoph Dumler und dem zweiten Kommandanten Alexander Pühl.
von Hans LukasProfil

Eine starke Verjüngung brachten die Neuwahlen der Feuerwehr Guttenberg bei der Jahreshauptversammlung. Johannes Reindl übernahm das Amt des Vorsitzenden von seinem Vater. Der langjährige Kommandant und jetzige Ehrenkommandant Hans Steinkohl übergab den Stab an Nachwuchsmann Christoph Dumler, der sich in der Jugendarbeit bewährt hat.

In seinem letzten Tätigkeitsbericht betonte der scheidende Kommandant, dass die Feuerwehr Guttenberg nicht nur die feuerwehrtechnischen Arbeiten, sondern auch in vorbildlicher Weise die gesellschaftspolitischen und kulturellen Aufgaben erfüllt habe. Die Wehr sei aus dem Ort nicht mehr wegzudenken.

Im vergangenen Jahr gab es sieben Einsätze, vorwiegend technische Hilfsleistungen. Daneben wurden acht Pflichtübungen am Objekt durchgeführt. Weiter standen die Fort- und Weiterbildung sowie Pflichtschulungen im Bereich der Unfallverhütungsvorschriften an. Dazu gehörte auch die Besichtigung von Photovoltaikanlagen, die im Ernstfall neue Anforderungen an die Feuerwehren stellen könnten. Der aktiven Gruppe bescheinigte Steinkohl eine hohe Leistungsbereitschaft und ein gutes Ausbildungsniveau.

Zusammen mit seinem Stellvertreter Alexander Pühl hat der Kommandant nach eigenen Angaben alle Lehrgänge, Schulungen und Besprechungen auf Landkreis- und Kreisbrandmeister-Ebene besucht. Dem Kreisbrandmeister dankte Steinkohl auch für gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Gleiches galt für den Vorstand, die Stadt Kemnath, die Führungsdienstgrade, die Mitglieder und Aktiven, die ihn in den 36 Jahren als Kommandant unterstützt haben. Besonders dankte er auch Gerätewart Josef Schraml, den Jugendwarten Johannes Reindl und Christoph Dumler sowie den Frauen der Kameraden für die Sauberhaltung des Gerätehauses und die Mithilfe.

Eine besondere Erwähnung galt seiner Familie, ohne deren Verständnis und Beistand sein Weg bei der Feuerwehr nicht möglich gewesen wäre. Jeder wisse, dass ihm die Feuerwehr ans Herz gewachsen sei. Es sei aber nach der langen Zeit ein Generationswechsel erforderlich. Alle Großereignisse seiner erfolgreichen Amtszeit ließ Steinkohl noch einmal Revue passieren. Er könne mit Stolz sagen: „Ich übergebe mein Amt mit einer gut funktionierenden, kameradschaftlich tollen Feuerwehr und ordentlicher Ausrüstung in jüngere Hände!“

Jugendwart Johannes Reindl berichtete, dass seine Gruppe aus derzeit sechs Jugendlichen besteht. In elf Übungen wurden die Schwerpunkte des Feuerwehrwesens vermittelt. Acht Übungen waren für die Vorbereitung des Leistungsmarsches und des Wissenstests erforderlich. Der geplante 24-Stunden-Tag fand wegen Terminüberschneidung nicht statt, wird aber heuer nachgeholt. Beim Leistungsmarsch lief es nicht ganz so gut, und so war nur der 20. Platz drin.

Im August wurde ein Ausflug in die Fränkische Schweiz mit Kanufahrt auf der Wiesent organisiert. Am Wissenstest haben fünf Jugendliche teilgenommen. Zwei Mal wurde Bronze, und je einmal Silber, Stufe vier und fünf, erreicht. Schließlich sind Dominik Schiml zum Jugendsprecher und sein Bruder Florian zum Jugendkassier gewählt worden.

Bürgermeister Werner Nickl zeigte sich in seinem Grußwort überrascht, gleichzeitig aber angetan von den Veränderungen und der reibungslosen Übergabe. Er hob die Leistungen des scheidenden Vorsitzenden Reindl, von Norbert Schmid (je 25 Jahre) und Kommandant Steinkohl (36 Jahre) hervor. Beeindruckt war der Bürgermeister von der neuen Altersstruktur der Führungskräfte.

Auch Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther gratulierte zum Generationswechsel. Mit Steinkohl sei der dienstälteste Kommandant in seinem Bereich abgetreten. Er sei überrascht, wie reibungslos die neue junge Führungsmannschaft gewählt worden sei.

Kreisbrandmeister Alois Schindler verwies auf die langjährige Führungsarbeit von Hans Steinkohl, für die er vom Feuerwehrverband bereits besonders geehrt wurde. Er dankte ihm für die langjährige, gute und sachliche Zusammenarbeit. „Sein Wort hatte Gewicht im Verband.“ Der Wehr bescheinigte er eine hohe Leistungsbereitschaft. In seinem Schlusswort bedankte sich der neue Vorsitzende Reindl namens aller Gewählten für das Vertrauen und versprach, dass er das bestellte Feld weiter gut bearbeiten werde.

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