19.05.2019 - 13:26 Uhr
HahnbachOberpfalz

Friede, Freude, Volxmusik: Hahnbach steht bei Troglauer Buam auf den Bänken

Der Freitag beim 111-jährigen Gründungsfest des katholischen Burschenvereins Hahnbach gehört der "Heavy Volxmusik". Vorband für die Troglauer Buam waren die Gewekiner Buam und ihr Madl. Beide Bands wussten im Festzelt einzuheizen.

von Autor MMAProfil

Eine große perfekte Licht- und Soundtechnikanlage tat das Übrige zur "Faszination Volxrock". In wechselnden Farben und Lichteffekten und umwoben von (vielen zu) stark aufgedrehten Bässen, tauchten die Gäste auf der Gocklwiese förmlich in ihr Wochenende ein.

Aus Niedergebraching, gesprochen Gewekin, bei Regensburg kamen die vier Auftaktmusiker. Andy, Matze, Jogi und Franz unterhielten mit ihrer Sängerin Bine mit deutschen und englischen Schlagern bestens nach ihrem diesjährigen Motto "Gemma Vollgas!". Mehr als 90 Minuten sang das Publikum bereits mit und ein sich zunehmend füllendes Festzelt ließ sich bereitwillig von ihnen in Stimmung bringen. Als gegen 21.30 Uhr die Troglauer mit einem Countdown angekündigt wurden, fieberten bereits Jung und Alt auf die Nordoberpfälzer Kultband. Davor ertönte aus dem Off noch der Sicherheitshinweis, dass man mit ihnen gleich ganz sicher auf eine Reise zur "Heavy Volkmusik" gehen dürfe.

Es geht die Post ab

Von Anfang an ging die Post ab. Besonders die Sänger Dominik, Nicki Brand und Daniel Danny Raps verstanden mit Gesang, Gitarre und Bass das Festzelt zum Kochen zu bringen. Dass auch alle anderen singen konnten, bewiesen Thomas Domml Wöhrl am Akkordeon, Markus Mike Raps an der Gitarre und dem Akkordeon sowie Roland Roy Pfleger am Keyboard. Thomas Seitz, alias Willi, überzeugte am Schlagzeug.

In Hahnbach kam jedes ihrer Lieder im vollen Festzelt bestens an, besonders natürlich ihre eigenen Kreationen wie das "Bob-Lied", "Heimat" und ihr neuester Hit "Friede, Freude, Volxmusik". Selbst Kinderlieder und Schlager wie das "Herzilein" der Wildecker Herzbuben wurden begeistert mitgesungen. Mit Perücken wurden Sänger wie Marianne Rosenberg imitiert und verwandelten sich so prompt zu kultigen, rockigen Volxsängern.

Ihren Erfolg verdanken diese "fabulösen Sechs" ihrem sicheren professionellen Stil, der keine Richtung ablehnt und einfach auf Stimmung und Party ausgelegt ist. Da braucht es keine einstudierten Schritte zum Mittanzen, keinen ausgewählten Partner, einfach nur Lebensfreude. Es wird gemeinsam gehüpft, geschunkelt, in Polonaise nach rechts oder links gebogen, gestoppt und unsichtbare Hindernisse übersprungen. Im großen Festzelt hielt es nur wenige auf ihren Plätzen. Die meiste Zeit testeten alte und neue Fans die Belastbarkeit der Bänke und folgten "wie es sich für brave Oberpfälzer gehört" aufmerksam den Anweisungen der Sänger.

Quertreiber am Samstag

Am Samstagabend standen die Quertreiber auf der großen Bühne. Als Quertreiber bezeichnet man eigentlich "jemanden, der böswillig oder bewusst die Absichten eins Anderen stört und behindert". Diese Band aber konterkariert offensichtlich ihren eigenen Namen, der nach ihren Angaben "aus einer Bierlaune heraus" entstanden ist. Sie verstärkten nämlich durchgehend "die Absichten des KBV" und trugen viel zur Feierlaune im blau-weißen Festzelt bei. Die gut ausgeschlafenen Fans jedenfalls waren begeistert. Der Done, alias Torsten, ist mit seiner Quetschn, sprich Akkordeon, Manager und Frontmann der fünf Freizeitmusiker aus dem Landkreis. Nur Alex kommt aus der Gegend von Beilngries. Wie ein Derwisch erobert er die Bühne und reißt seine Jungs samt Publikum immer wieder mit. Am E- oder Kontrabass gibt der Flore alles. Der Bene ist am Schlagzeug verantwortlich für den nötigen Groove und Stifi beherrscht perfekt seine E-Gitarre. Mit steirischer Harmonika, Akkordeon und Keyboard überzeugt Alex aus dem schönen Altmühltal.

Mit "Setz di nieda" eröffneten die Quertreiber den Abend und kaum begonnen, standen schon fesche Moila und Boum auf den Bänken, um mitzuklatschen und mitzusingen. Mit ihrer fetzigen Interpretation von Schlagern, Rock- und Partyhits traten sie bereits zum dritten Mal in Hahnbach auf und sicher konnten sie ihre Fangemeinde auch dieses Mal vergrößern.

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