09.08.2019 - 14:36 Uhr
HahnbachOberpfalz

Frohnbergfest: Auftanken für Leib und Seele

Gelegenheit, sich intensiv mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen, aber auch Freunde zu treffen und einzukehren für Leib und Seele: Es gibt viele Gründe, ab Samstag, 10. August, zum Frohnbergfest zu pilgern.

Mariä Himmelfahrt: Patroziniumstag der Wallfahrtskirche auf dem Frohnberg bei Hahnbach.
von Autor MMAProfil

Einige Stammgäste des Hahnbacher Bergfestes haben verraten, warum die Festwoche für sie etwas ganz Besonderes ist.

Hahnbachs Pfarrer Christian Schulzverweist auf das diesjährige Leitwort des Frohnbergfests, "Himmel auf Erden - Leben aus den Sakramenten": "Doch was ist das überhaupt: ein Sakrament? Sind das nicht doch bloß menschengemachte Riten, die in unserer Zeit hoffnungslos veraltet und unverständlich geworden sind? Diesen und vielen weiteren Fragen, die Glaubende und auch Nichtglaubende beschäftigen mögen, soll in den kommenden Tagen nachgegangen werden. Die Gottesdienste und Predigten, die die Festwoche durchziehen, sind hoffentlich dafür gut, Anstoß zu geben, sich ganz persönlich mit dem eigenen Zugang zum Glauben auseinanderzusetzen. Im besten Falle erschließen sich die Sakramente (wieder neu) vielen als wirksame Zeichen der Liebe Gottes."

Hahnbachs Pfarrer Christian Schulz.

Gemeinschaft erleben

Der neue Kirchenpfleger Georg Münch.

Der neue Kirchenpfleger Georg Münch empfindet "vor allem Vorfreude auf schöne und segensreiche Tage, an denen ich mit meiner Familie und Freunden zusammen bin. In meiner neuen Aufgabe erlebe ich, welche mannigfaltigen Vorbereitungen für dieses Fest notwendig sind. So viele Freiwillige helfen dabei mit und das mit ganz viel Freude. Egal, ob dies beim Putzen in oder vor der Kirche, beim Rasenmähen oder bei der Abstimmung der Lautsprecheranlage oder beim Aufstellen der Bänke ist - und das zum Teil schon seit Jahrzehnten. Diese Unterstützung bringt echte menschliche Nähe. Vor allem freue ich mich wieder auf die tiefgehenden und wegweisenden Predigten und das besondere Gefühl der Gemeinschaft bei den Gottesdiensten. Hier wird das Motto ,Wer glaubt, ist nicht allein' erfahrbar."

Die Hahnbacher Ministrantin Lena Gimpl.

Für Lena Gimpl, seit ihrer Erstkommunion Ministrantin in Hahnbach, ist das Frohnbergfest der Höhepunkt im Jahr: "Ich freu' mich richtig, dass ich, wie die anderen Ministranten, an den Gottesdiensten mindestens dreimal mitwirken darf. Auf den Berg gehe ich fast alle Tage, auch, um dort meine Freundinnen aus der Schule zu treffen. Es ist einfach schön, in Ruhe zu plaudern. Alle Leute sind locker, entspannt und gut drauf. Grantige Leute habe ich dort noch nie gesehen. Super finde ich, dass die Woche immer in den Ferien ist und ich entweder zu Fuß oder mit dem Rad in ein paar Minuten da bin. Für mich ist unser Bergfest einfach das schönste weit und breit."

Die ehemalige Hahnbacherin Inge Heisler.

"Da geht mir das Herz auf"

Inge Heisler, geborene Fleischmann, inzwischen aus Staudt bei Montabaur, verrät: "Das Frohnbergfest hat meine Kindheit in Hahnbach nachhaltig geprägt. Seit über 20 Jahren komme ich nun schon zu diesen Wurzeln zurück. Ich tanke dabei seelisch und körperlich auf. Wenn ich das erste Mal wieder die Stapferla (Treppenstufen) zum Berg hinauf gehe, geht mir jedes Mal das Herz auf. Der Geruch von Wald, Bratwürsten, das Gemurmel der Leute, diese Verbindung von Kirche und Biergarten, bringt mir unendlich viel. Mich zieht es die ganze Woche lang täglich auf den Berg. Die Gottesdienste und Predigten im Freien, aber auch das Einkehren halten mir tatsächlich Leib und Seele zusammen. Ich schätze auch immer mehr das schon traditionelle Treffen mit der Großfamilie dort und auch mit ehemaligen Klassenkameraden. Die vier Stunden Anfahrt aus dem Westerwald nehme ich dafür sehr gerne in Kauf."

Info:

Mit dem Bus zum Frohnbergfest

Zum Frohnbergfest werden wieder eigene Buslinien zwischen Hahnbach und Amberg eingesetzt. Die Königsteiner Firma Meidenbauer fährt in der Festwoche bis 18. August die Strecken mit vielen Haltestellen täglich an (Zusatzfahrten an den Sonntagen).

Haltstellen in Amberg sind an der Max-Josef-Straße bei der Trimax-Turnhalle, am Max-Reger-Gymnasium, am Kurfürstenbad sowie am Busbahnhof (Bussteig 1). Der Frohnbergbus läuft als Linie 6332.

Die erste Fahrt ab Amberg startet am Samstag, 10. August, an der Trimax-Sporthalle um 15.49 Uhr, am Bahnhof um 16 Uhr. Die letzte Fahrt am Sonntag, 18. August, vom Frohnberg nach Amberg ist um 22.30 Uhr.

An den Werktagen fahren die Busse in Amberg um 16, 17, 18, 19 und 20 Uhr an der Haltestelle am Bahnhof weg (etwa 11 Minuten davor an den ersten Haltestellen). Nach dem Bahnhof kann man zusteigen am Maxplatz, Am Kugelfang und am Lagerhaus, in Neumühle, Neubernricht/Schwaighof, Kienlohe und bei der Abzweigung Speckshof. Zehn Minuten nach der Abfahrt in Amberg kann man mit dem Bus in Laubhof, dann in Kötzersricht und Kümmersbuch rechnen.

In Hahnbach werden die Haltestellen in der Amberger Straße, bei der Post, an der Vilsbrücke und der Frühlingsstraße angefahren. 20 Minuten nach der Abfahrt am Bahnhof in Amberg sollen die Busse auf dem Frohnberg sein.

Zusätzliche Fahrten sind an den Sonntagen und am Hochfest, also am 11., 15. und am 18. August, um 8.49 und um 13.49 Uhr ab Amberg/Max-Josef-Straße und um 13 Uhr wieder zurück.

Rückfahrt in Richtung Amberg (Haltestellen wie bei der Hinfahrt) ist werktags täglich um 15.30, 16.30, 17.30, 18.30, 19.30, 20.30, 21.30 und um 22.30 Uhr. Am 12., 15. und am Seniorentag, Mittwoch, 14. August, ist um 13.49 Uhr eine Zusatzfahrt ab Amberg/Max-Josef-Straße.

Bei den Hinfahrten kann nur zugestiegen werden, bei den Rückfahrten nur ausgestiegen.

Der Fahrpreis an allen Haltestellen (außer in Hahnbach): 3 Euro für Erwachsene, 1,50 Euro für Kinder von 6 bis 15 Jahren. Hin- und Rückfahrt kosten für Erwachsene 5, für Kinder 2,50 Euro.

Ein Familienticket gibt es für 9 Euro. Gruppen ab zehn Personen sollten sich anmelden (Fahrtpreis in eine Richtung: 2,50 Euro pro Person). Anmeldung bei der Firma Meidenbauer (09665/9 50 43).

Die Hahnbacher kommen besonders günstig zu „ihrem“ Frohnberg. An allen dortigen Haltestellen zahlen Erwachsene 1,50, Kinder 1 Euro (Hin- und Rückfahrt 2,50 Euro für Erwachsene, 1,50 Euro für Kinder). Das Familienticket kostet 5 Euro und gilt maximal für zwei Erwachsene und vier Kinder.

Ganz neu ist ein Probebetrieb für einen Hol- und Bringdienst vom Frohnberg zum Fischweg bei Ursulapoppenricht, dem dortigen Dorf, Godlricht, Mimbach, Gebenbach, Atzmannsricht, Kainsricht, Schalkenthan, Süß und schließlich wieder zum Frohnberg. Ab 14 Uhr geht von dort stündlich ein Bus, der letzte um 21 Uhr. Zusatzfahrten sind an Sonn- und Feiertagen um 8.20 und um 13 Uhr (Fahrpreise wie die ab Amberg).

Die Firma Meidenbauer spendet pro gekaufter Fahrkarte 20 Cent für den Erhalt der Frohnbergkirche.

Die Festwoche auf dem Frohnberg:

Das kirchliche Programm

Samstag, 10. August: 17 Uhr Kreuzweg; 18 Uhr Vorabendeucharistie (Pfarrer Christian Schulz: „Jesus Christus: Bild des unsichtbaren Gottes “)

Sonntag, 11. August: Beichtgelegenheit: 7.45 bis 8.15 und 17 bis 17.45 Uhr. 8.30 Uhr Sonntagseucharistie (Pfarrer Schulz: „Kirche: Das Grundsakrament“). 10 Uhr Pontifikalhochamt mit Diözesanbischof Rudolf Voderholzer („Sakramente: Der unsichtbare Gott wirkt in sichtbaren Zeichen“), Kirchenchorgemeinschaft Oberglaim/Ergolding und Bläser. 12 Uhr Mittagsgebet „Engel des Herrn“. 16 Uhr Messe/Römische Liturgie. 18 Uhr Sonntagseucharistie (Pfarrer Hans Peter Heindl: „Die sieben Sakramente: Ein Überblick“), Gemischter Chor Hahnbach.

Montag, 12. August: Beichtgelegenheit: 7.15 bis 7.45 und 17 bis 17.45 Uhr. 8 Eucharistie (Pfarrer Schulz: „Taufe: Tor zum Heil“). 12 Uhr Mittagsgebet. 18 Uhr Eucharistie KDFB (Pfarrer Schulz: „Mehr als ein Taufscheinchrist?“), Singgemeinschaft St. Jakobus.

Dienstag, 13 August: Beichtgelegenheit: 7.15 bis 7.45 Uhr. 8 Uhr Eucharistie (Pfarrer Schulz: „Jesus wendet sich den Kranken zu und heilt“). 10 Uhr Eucharistie, besonders für Kranke und Behinderte (mit Krankensalbung; Pfarrer Schulz: „Die Krankensalbung: Aufgerichtet und eins mit dem Gekreuzigten“), NachwuXorchester der Hahnbacher Marktbläser. 12 Uhr Mittagsgebet. 18 Uhr Ökumenischer Gottesdienst (Pfarrvikar Christian Preitschaft/Gebenbach und Pfarrerin Ulrike Häberlein/Sulzbach-Rosenberg: „Einheit als bleibender Auftrag Jesu“), Alphornbläser Hahnbach.

Mittwoch, 14. August: Beichtgelegenheit: 7.15 bis 7.45 und 13.30 bis 14.30 Uhr. 8 Uhr Eucharistie (Pfarrer Schulz: „Firmung: Gestärkt im Heiligen Geist“). 10 Uhr Wortgottesdienst für Kinder/Schüler (Pfarrer Schulz/Familiengottesdienst-Team: „Gottes guter Geist“), Chorkids. 12 Uhr Mittagsgebet. 15 Uhr Eucharistie besonders für Senioren (Pfarrer Schulz: „Firmung: Glaube, der sich bewährt“). 18 Uhr Vorabendeucharistie, besonders für die Jugend (Pfarrer Schulz: „Gefirmt: Ich bin dann mal weg“), Voices.

Donnerstag, 15. August: Beichtgelegenheit: 7.45 bis 8.15 und 17 bis 17.45 Uhr. 8.30 Uhr Festeucharistie (Pfarrer Hans Peter Heindl/Diakon Dieter Gerstacker: „Als Mann und Frau schuf er sie“). 10 Uhr Festeucharistie (Pfarrer Schulz: „Ehe: Fruchtbar leben“), MGV Hahnbach/MGV Ursulapoppenricht. 12 Uhr Mittagsgebet. 16 Uhr MGV Traßlberg: Mariensingen in der Wallfahrtskirche. 18 Uhr Festeucharistie (Pfarrer Schulz: „Das Ehesakrament: Bund der Liebe“). 21 Uhr Nacht der Lichter: Singen, beten, zur Ruhe kommen (Diakon Dieter Gerstacker).

Freitag, 16. August: Beichtgelegenheit: 7.15 bis 7.45 Uhr. 8 Uhr Eucharistie (Pfarrer Schulz: „Weiheamt – Dienstamt: Handeln an Christi Statt“ . 12 Uhr Mittagsgebet. 18 Uhr Eucharistie (Pfarrer Schulz: „Priester sein: Mann Gottes oder Funktionär?“).

Samstag, 17. August: 8 Uhr Eucharistie (Pfarrer Schulz: „Sünde – Schuld – Umkehr“. 12 Uhr Mittagsgebet. 18 Uhr Vorabendeucharistie (Pfarrer Schulz: „Beichte: Das vergessene Sakrament“).

Sonntag, 18 . August: 8.30 Uhr Eucharistie (Pfarrer Schulz: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut: Tut dies zu meinem Gedächtnis“). 10 Uhr Eucharistie (Pfarrer Heindl: „Eucharistie: Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“), Singgemeinschaft St. Jakobus. 12 Uhr Mittagsgebet. 18 Uhr Sonntagseucharistie/Familiengottesdienst (Pfarrer Schulz: „Leben aus der Eucharistie“), Hahnbacher Marktbläser.

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