17.08.2020 - 14:56 Uhr
HahnbachOberpfalz

Frohnbergfest: Wegen Corona nur als Mini-Wallfahrt

Recht mager und nur ein wenig versüßt war heuer das Frohnbergfest: Wegen der Coronakrise gab es diesmal eine stark abgespeckte Version des beliebten Wallfahrer-Fests in Hahnbach.

von Autor MMAProfil

Schon die Bergfeste in Amberg und Sulzbach-Rosenberg mussten wegen Corona im Programm stark reduziert werden. Auch in Hahnbach sorgten die strengen Vorgaben für ein ungewöhnliches Frohnbergfest. Angeboten waren drei reguläre Gottesdienste, zu denen man sich anmelden musste – ohne freie Platzwahl.

Pilgergruppen und Kräuterbuschen

Zum vormittäglichen Patroziniums-Hauptgottesdienst an Mariä Himmelfahrt kamen Wallfahrergruppen aus Ursulapoppenricht, Gebenbach und Iber mit insgesamt 44 Teilnehmern. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bot in bester Tradition am Freitag und Samstag vor den Gottesdiensten Kräuterbuschen gegen Spenden an, natürlich ebenfalls in viel geringerer Stückzahl als in den Jahren davor. Auch das Bayerische Rote Kreuz war „vorsichtshalber“ präsent. Ein weiterer Extragottesdienst nur für Ministranten der Pfarreiengemeinschaft mit maximal zwei Begleitpersonen war am Sonntagnachmittag und schloss das Bergfest schon wieder ab.

Ein Blick zurück aufs Frohnbergfest 2019

Hahnbach

Leere Bierbuden

Die ansonsten vollen Bierbuden unter schattigen Bäumen oder Sonnenschirmen mussten laut Verordnung leer bleiben. Es gab keinen Eine-Welt-Stand und auch keine Losbude. Auch lockten keine Stände mit Devotionalien, Kinderspielzeug und viel Naschwerk. Nur der Verkaufswagen der Firma Süßwaren Johannes Gebert wartete auf Naschkatzen.

Der vormittägliche Hauptgottesdienst am Frauentag war wie der am Vorabend ausgebucht. Zahlreiche Teilnehmer verfolgten ihn hinter den Absperrungen. Nicht wenige fragten aber auch nach dem alljährlich sehr beliebten und dieses Jahr entfallenen Morgengottesdienst. Nach Regengüssen war am Samstag noch reichlich Platz bei der abendlichen Eucharistiefeier. An der Orgel in der Kirche begleitete jedes Mal Renate Werner die Messen. Zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter Katharina sowie dem elfjährigen Benjamin Klier sorgte sie für festliche Stimmung am Freitag und am Sonntagvormittag. Das Quartett der JL-Brass (bestehend aus Leopold Schmalzl mit seiner Tuba, Johannes Pürner mit dem Tenorhorn, Lena Schmalzl und Jakob Hofmann mit ihren Trompeten) begleitete feierlich den Abschlussgottesdienst. Pfarrer Christian Schulz dankte den vielen Ehrenamtlichen, die mitgeholfen hatten, die notwendigen Hygienevorschriften einzuhalten.

Mensch braucht Berührung

In seiner Predigt sagte Pfarrer Schulz, dass der Mensch Berührung brauche, sowohl körperlich als auch seelisch. Jene Sehnsucht sei in ihm angelegt, wie auch die nach Schönem, Großem und Weiten. Auch suche man eine „Verbindung von Himmel und Erde“ in jeder Liebes- und Gotteserfahrung, die als Mensch nur leiblich möglich sei. Marias leibliche Aufnahme in den Himmel symbolisiere die Erfüllung jenes menschlich Strebens, ganz bei Gott zu sein. Schulz mahnte, Gott nicht klein zu machen, da ansonsten auch der Menschen erniedrigt werde. Der Lobpreis Gottes, wie ihn Maria auch im Magnifikat ausgedrückt hat, preise dagegen Gott, der „berühren“ wolle und erhebe so auch den Menschen.

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