Alles hat am Samstagabend beim Entspannen in der Badewanne begonnen, berichtet Franz Kredler. Kaum dieser entstiegen, erzählte er gleich begeistert seiner Frau Maria von der Idee, am Sonntagnachmittag dem Verlust des Faschingszugs bildlich im Ortskern nachzutrauern. Und so wurden gleich am Sonntagvormittag der Keller und mancher Abstellraum nach passenden Requisiten durchsucht. Doch das eine oder andere musste natürlich noch „zusammengebastelt“ werden. Bald schon entstanden von Maria Kredler die Kostüme der fleißigen Nähfee, der Blumen verteilenden Blumenmarie, der Bäckerin mit Torte, der vorbereiteten Notärztin, einer Friseurin mit überdimensionalem Kamm und Schere, einer unheimlichen Hexe und der jederzeit paraten Apothekerin.
Franz Kredler verwandelte sich in einen unterforderten Polizisten, den viel zu langsamen Marktknecht, einen Wirt mit Maßkrug, doch ohne Gäste, den Pfarrer mit „Begleittier“, einen Viehhändler mit Schwein, den ratlosen Bürgermeister und nicht zuletzt in den äußerst traurigen Bücherwurm.
Als plötzlich drei „recht dunkle Gestalten“ mit einem „Ziachwagl“ auftauchten, wurden auch sie ins magere Hahnbacher Faschingsgeschehen einbezogen. Ein Trio, das unbekannt bleiben möchte, ließ es sich nicht nehmen, mit einem „Corona-Trauer-Wagl“ die normale Zugstrecke abzufahren – sehr zum Spaß manch „Versprengter“.














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