07.06.2020 - 12:13 Uhr
HahnbachOberpfalz

Gemeinschaftshaus für Adlholz

Diese Gemeinderatssitzung hatte es in sich für Adlholz: Das Dorf soll schon bald ein neues Gesicht bekommen - mit einem Gemeinschaftshaus als Mittelpunkt.

Adlholz verändert sein Gesicht: Auch die neugotische Marienkapelle soll saniert werden.
von Josef IbererProfil

Die Dorferneuerung Adlholz bildete den Schwerpunkt der Sitzung des Marktgemeinderates Hahnbach. Sowohl die Bürger aus Adlholz, als auch die Verantwortlichen der Feuerwehr und der Katholischen Landjugend hatten sich bei den Vorberatungen für das ehemalige Köstler-Anwesen als Standort für das neue Gemeinschaftshaus ausgesprochen.

Bei den Planungen des Architekten Peter Wagner aus Ursulapoppenricht soll das ehemalige Wohnhaus und die Scheune im Osten erhalten, saniert und umgestaltet werden. Für den Stall im Westen ist ein Ersatzneubau vorgesehen, in dem auch das Feuerwehrhaus untergebracht werden soll. Insgesamt sei mit Kosten von rund 1,3 Millionen Euro zu rechnen.

Kappellen wieder herrichten

Für die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaute neugotische Marienkapelle und für die neue Kapelle aus den 70er Jahren stellte Wagner ein Sanierungs- und Instandsetzungskonzept vor. Entsprechend der derzeitigen Gebäudezustände seien Investitionskosten von rund 175 000 bzw. 126 000 Euro zu erwarten. Landschaftsarchitekt Manfred Neidl aus Sulzbach-Rosenberg präsentierte die Planungen für den neuen Dorfplatz mit Spiel- und Aufenthaltsbereichen und die Umgestaltung der Bushaltestelle sowie der Verkehrsinsel in der Ortsmitte. Ebenso seien die Umgestaltung der Außenfassade des Feuerwehrhauses und Verbesserungen am Containerstellplatz im Gesamtprojekt enthalten. Für die Neuordnung des ehemaligen Blitz-Anwesens vor dem Hintergrund "Innen-vor-Außen" ist nach einem Abbruch des Gebäudes die Schaffung von zwei innerörtlichen Bauplätzen geplant, die für einen Bedarf im Adlholzer Tal vorgehalten werden sollen. Für alle Maßnahmen der einfachen Dorferneuerung wird ein Kostenvolumen von rund 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Nach einstimmigen Beschluss soll deren Anordnung beim Amt für Ländliche Entwicklung beantragt werden.

Infolge des Zuwachs an Baugrundstücken in der Marktgemeinde erwartet Bürgermeister Bernhard Lindner ein Ansteigen der Geburtenzahlen. Somit würden auch weiterer Betreuungsgruppen in den drei Kindergärten nötig.

Neuer Kindergarten

Nachdem die bestehenden Einrichtungenvoll sind, wird die Errichtung einer Kinderkrippe in der Herbert-Falk-Straße 1 (ehemaliges Bosser-Anwesen) geplant. Derzeit werden Projekte dieser Art mit 50 Prozent vom Freistaat Bayern bezuschusst. Architekt Peter Wagner stellte auf der Grundlage eines vorgegebenen Raumprogramms die Planungen für eine dreigruppige Kinderkrippe vor. Unter Zugrundelegung eines Kostenkennwerts seitens der Regierung in Höhe von rund 4682 Euro pro Quadratmeter ergibt sich eine Kostenschätzung von 2,56 Millionen Euro. Die SPD-Fraktion regte an, das Projekt im Zusammenhang mit dem bestehenden Kindergartengebäude und dem Bereich der Max-Prechtl-Straße zu betrachten und bereits jetzt die künftige Trägerschaft zu klären. Seitens der CSU-Fraktion wird der Bau eines zweigeschossigen Gebäudes in Erwägung gezogen, da sich dieses aus städtebaulicher Sicht besser in die Umgebung einfüge und die Option von zusätzlich nutzbaren Räumen gegeben wäre. Mit einstimmiger Genehmigung der Entwurfsplanung soll das Projekt bei der Regierung der Oberpfalz angemeldet werden.

Im Frühjahr 2020 hat sich der Gemeinderat neu formiert

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