01.10.2019 - 16:07 Uhr
HahnbachOberpfalz

Hahnbacher KAB feiert 90-jähriges Bestehen

Den Gottesdienst zu „90 Jahre KAB“ umrahmten in der Pfarrkirche die beiden Hahnbacher Fahnen sowie die von Schlicht, Sankt-Marien Sulzbach-Rosenberg, Hirschau und Kümmersbruck. Ein schönes Bild.

Für 40 und 60 Jahre Treue wurden sechs Jubilare geehrt.
von Autor MMAProfil
Der Festzug der KAB mit neun Fahnen.

Delegationen von St. Georg, Dreifaltigkeit und Sankt-Konrad aus Amberg komplettierten die Gästeschar. Präses Pfarrer Christian Schulz konzelebrierte mit dem Ruhestandsgeistlichen Hans Peter Heindl, assistiert von Diakon Dieter Gerstacker, den Gottesdienst. In seiner Predigt erinnerte der Seelsorger daran, dass die KAB noch immer wegen „manch himmelschreiender Ungerechtigkeit" dringend gebraucht werde. Die katholische Soziallehre mit ihren Prinzipien der Personalität, der Solidarität und des Gemeinwohls sei aktueller denn je. Er wünsche sich, dass die KAB weiter „ihre Stimme erhebt“, wenn es „ums Ganze geht“ und dazu beitrage, die Welt ein wenig gerechter und solidarischer werden zu lassen.

Nach Festzug und Essen danke die Vorsitzende Marianne Lindner dem Führungskreis, ohne den es keine KAB mehr geben würde. Diözesanpräses Stephan Rödl unterstrich die Wichtigkeit „die Stimme zu erheben, wenn es um die Würde des Menschen geht“. Nicht die Wirtschaft, sondern der Mensch müsse im barmherzigen Mittelpunkt stehen, betonte er. Schulz sah das Plus der KAB im Zusammenspiel von Weltverantwortung und Glauben. „Bleiben Sie wachsam und über jedes Unrecht empört“, wünschte er. Auch solle die KAB ihre Attraktivität bewahren, in dem sie klar die Sinnhaftigkeit der Arbeit aufzeigt. Bürgermeister Bernhard Lindner verwies auf ein „Flaggezeigen für Wert und Würde eines jeden Menschen“. Auch dürfe sehr wohl Anstand und Respekt von allen nachhaltig eingefordert werden. An seine „grundanständige Orts-KAB“ überreichte er eine Spende. HKA-Vorsitzender und Zweiter Bürgermeister Georg Götz dankte dem "wichtigen Baustein im Vereinsleben“ für sein beständiges soziales Engagement und bat um Kontinuität. Der Sprecher des Pfarrgemeinderats, Markus Hubmann, sah die große Chance des kirchlichen Verbandes in seinem Einsatz gegen jeden Egozentrismus. Auch er hoffe auf ein langes Weiterbestehen des Hahnbacher Ortsvereins.

Diözesanpräses Stephan Rödl dankte dem Hahnbacher Ortsverein und ermutigte alle zum Weitermachen.

Marianne Lindner erinnerte an den Gründervater Emmanuel von Ketteler, der zur Zeit der Industrialisierung das große Leid der einfachen Leute gesehen und gehandelt habe. Die KAB, die in Hahnbach am Michaelitag, 29. September 1929, im Gasthof Ritter unter Pfarrer Friedrich Schrems gegründet wurde, habe seitdem manche neue Weichenstellung erlebt, bleibe aber stets am Puls der Zeit.

Schriftführerin und Diözesanschatzmeisterin Doris Beer erinnerte daran, dass man in den vergangenen 20 Jahren über 25 000 Euro gespendet habe. In dieser Tradition überreichen die KABler an Erich Freisinger für die Seniorenbetreuung der Pfarrgemeinde 500 Euro.

Mit einer Urkunde von der Bundesleitung und Geschenken wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft Frieda und Franz Karl, Hildegund und Fritz Eck sowie Resi Demleitner geehrt; für 60 Jahre Treue bekam Robert Rauch eine Ehrung.

Erich Freisinger (Vierter von links) freute sich über eine 500-Euro-Spende für die Seniorenbetreuung.
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