„Es war Liebe auf den ersten Blick und ich würd’ sie sofort wieder heiraten“, versichert Manfred Enders (geboren 1955), während er aufrichtig dankbar seine Frau Maria (geboren 1955) ansieht. Seit 50 Jahren sind die beiden verheiratet und vielleicht auch wegen ihrer unterschiedlichen Temperamente „alles, bloß kein langweiliges altes Ehepaar“.
Maria Ertl ist in Hahnbach bekannt als „Bechtl Ria“, die in Nürnberg als Kinderpflegerin in einem Kinderheim arbeitete. Manfred Enders wohnte damals dort mit Mutter und Geschwistern beim Stiefvater. Und es kam, wie es kommen musste: In einer Nürnberger Diskothek trafen sich die beiden 16-Jährigen und verliebten sich. Mit 21 Jahren wurde 1976 in Hahnbach geheiratet, wo auch die drei Kinder zur Welt kamen: 1979 Sohn Michael, 1981 Tochter Melanie und 1983 Marlies. Heute gratulieren auch drei Enkelkinder dem Jubelpaar.
Manfred Enders erinnert sich noch gut an die ersten Begegnungen, bei denen er mit „Hahnbach-Kenntnissen“ bei seiner späteren Frau und deren Eltern „richtig punkten“ konnte. Sein Onkel war Benefiziat Heinrich Hager und seine Tante dessen Haushälterin Anna Hager. Bei den beiden hatte er als Kind in Hahnbach viele unbeschwerte Tage verbracht.
Auch nach der Hochzeit arbeitete Manfred weiter bei der Quelle in Nürnberg-Fürth im EDV-Rechenzentrum. Aber die meisten kennen ihn wohl von seinen Einsätzen als Kameramann beim OTV. Auch war und ist er begeisterter Karnevalist der Knappnesia Sulzbach-Rosenberg, die ihn zum Dank zum Ehrensenator ernannte. Das Präsidium des Landesverbands der Ostbayerischen Faschingsgesellschaften dankte es ihm beim Ausscheiden aus dem Gremium des LVO mit dem Verdienstorden des BDK, des Bundes Deutscher Karneval.
Seine Frau Maria war in der Phase der Kindererziehung einst Mitbegründerin der weiter bestehenden segensreichen Eltern-Kind-Gruppen in Hahnbach. Danach war ihre Kompetenz in einer Amberger Unternehmerfamilie als Erzieherin von deren drei Kindern und als Hausdame bis zu ihrer Verrentung gefragt.
Ob es wohl das unterschiedliche Temperament ist, das die Beziehung der beiden „frisch“ hält? Denn unterschiedliche Ansichten werden bei ihnen nicht umgangen oder totgeschwiegen, sondern die beiden diskutieren sie grundsätzlich und ehrlich aus. Manfred ist dabei derjenige, der temperamentvoll, sehr gesellig und unterhaltend ist und nur zu gern humorvoll mit allen plaudert. Maria dagegen ist eher zurückhaltend, bescheiden, fürsorglich und zuverlässig. Wenn „der Mane“ mal wieder den „Kopf in den Wolken“ hat, ist sie es, die ihn zurückholt, da sie grundsätzlich mit beiden Beinen am Boden bleibt.
„So haben wir es geschafft, ein halbes Jahrhundert beieinander zu bleiben“, sagt Maria Enders. Manfred fügt zuversichtlich hinzu: „Den Rest vom Leben werden wir dann wohl auch noch schaffen!“ Dies wünschten ihnen nicht nur die erweiterte Familie, sondern auch Hahnbachs dritte Bürgermeisterin Evi Höllerer, die im Namen der Gemeinde herzlich mit Geschenken gratulierte.













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