Hahnbach
11.06.2024 - 16:15 Uhr
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Öl-Rückstände in der Vils nach Hochwasser in Hahnbach nicht auszuschließen

Während des Hochwassers in Hahnbach sind drei Heizölkessel leck gelaufen. Wie viele Liter Öl ausgetreten sind, ist bis heute ungeklärt. Für das Wasserwirtschaftsamt gibt es dennoch keinen Grund zur Sorge: Die Vils ist nicht verunreinigt.

Ein beißender Geruch lag in der Luft, als nach starken Regenfällen Wassermassen vor rund zehn Tagen durch Hahnbach flossen. "Bei drei Gebäuden sind Öltanks aufgeschwommen", erklärt Michael Iberer. Der Kreisbrandinspektor des Kreisfeuerwehrverbands Amberg-Sulzbach war während des Hochwassers im Einsatz. Zusammen mit anderen Feuerwehrleuten versuchte er, das ausgetretene Öl mit sogenannten "Schlängeln" einzudämmen. Die länglichen Schnüre sind mit einem Material gefüllt, das Öl getrennt von Wasser aufsaugt. Die Heizkessel sind laut Iberer nicht komplett ausgelaufen, "dennoch war es schon einiges an Öl". Ob ein Teil des Heizstoffes in die Umwelt gelangt ist, wusste der Kreisbrandinspektor nicht: "Einhundert Prozent ausschließen kann ich es leider nicht."

Die Öltanks waren laut Iberer vorschriftsmäßig in den Kellern der Häuser untergebracht. "Das Problem war einfach, dass die Keller bis unter die Decke vollgelaufen sind", sagt der Kreisbrandinspektor im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Allerdings seien die Tanks nicht gegen Hochwasser gesichert gewesen, berichtet das Wasserwirtschaftsamt Weiden. Da die Häuser außerhalb des gesetzlich festgelegten Überschwemmungsgebietes liegen, müssen die Tanks nicht am Boden verankert sein. In den vollgelaufenen Kellern sind die Behälter deshalb aufgeschwommen. Öl gelangte in das Wasser, da Leitungen zerbrachen und Tanks durch den Wasserdruck Lecks bekamen.

Das Wasserwirtschaftsamt war am 2. Juni ebenfalls vor Ort und entnahm Proben aus der Flut. Bleibende Schäden habe das Heizöl weder in Hahnbach selbst, noch in der Vils verursacht. "Kleinere Ölrückstände sind allerdings nicht auszuschließen", lautet die Antwort auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Eine Verunreinigung des Grundwassers oder der Ackerböden sei aber nicht zu befürchten. Das Fazit des Wasserwirtschaftsamtes: "Ein Umweltschaden ist uns nicht bekannt."

In den Tagen nach dem Hochwasser kursierte zudem das Gerücht, dass Einsatzkräfte Öl in der Kanalisation entsorgt hätten. Das Wasserwirtschaftsamt konnte an der Kläranlage keine Spuren von Öl finden. Eine Spezialfirma habe das Gemisch aus Öl und Wasser aus den überfluteten Kellern gepumpt und es anschließend ordnungsgemäß entsorgt.

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Info :

Wasserstand der Vils während des Hochwassers

  • Die erste Meldestufe (Wasserstand 250 cm) wurde am 1. Juni gegen 20 Uhr überschritten
  • Die zweite Meldestufe (275 cm) wurde gegen 22 Uhr überschritten
  • Die dritte Meldestufe (305 cm) gegen 1 Uhr am 2. Juni überschritten
  • Höchster Wasserstand: 310 cm gegen 4 Uhr

Quelle: Hochwassernachrichtendienst Bayern

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