17.11.2020 - 09:08 Uhr
HahnbachOberpfalz

Pfarrei und Kommune begehen in Hahnbach Volkstrauertag

Die Ehrenwache der SRK (im Hintergrund) gab der Gedenkfeier mit Bürgermeister Bernhard Lindner, Zweitem Bürgermeister Georg Götz, Dritter Bürgermeisterin Evi Höllerer und SRK-Vorsitzendem Erich Kelsch (vorn, von links) einen würdigen Rahmen.
von Josef IbererProfil

Pfarrei und Marktgemeinde gedachten am Volkstrauertag der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. Wegen der Corona-Situation wurde auf den herkömmlichen Kirchenzug der Vereine mit musikalischer Begleitung verzichtet. Beim Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakobus erinnerte Diakon Dieter Gerstacker an die Ursprünge des Gedenktags für die Opfer der Kriege und von Gewalttaten. Heute gelte es, angesichts des erneuten Erstarkens rechter Ideologien, von Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus wachsam zu bleiben. Wahre Trauer sei notwendig, sagte Gerstacker. Sie öffne den Blick für das Leid der anderen, für das ungelebte und abgebrochene Leben in der Welt. Die Bedeutung des Volkstrauertages sei immer noch aktuell: „Trauer macht wachsam gegen jede Gewöhnung an Leid und Unrecht, gegen jede Gewöhnung an Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“

Bürgermeister Bernhard Lindner appellierte, die schrecklichen Geschehnisse der Vergangenheit nicht zu vergessen. Allein in den sechs Jahren des Zweiten Weltkriegs seien pro Tag durchschnittlich 25 000 Menschen ums Leben gekommen. Das Gedenken an sie mahne, aus der Vergangenheit zu lernen und gemeinsam für Frieden und Freiheit einzustehen. So gelte es, in der weltweiten Pandemie an die Mitmenschen zu denken, einander zu helfen und füreinander da zu sein. Beim Gebetsgedenken am Friedensmal auf dem Kirchplatz stellte die Soldaten- und Kriegerkameradschaft (SRK) die Ehrenwache. Zum von Salutschüssen begleiteten Lied vom guten Kameraden, das eine Abordnung der Marktbläser spielte, legten Bürgermeister und SRK-Vorsitzender Erich Kelsch Kränze nieder.

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