Kernpunkt der Hauptversammlung der Siedlergemeinschaft Haselmühl waren die Neuwahlen des Vorstands. Heinrich Schäfer ist der alte und neue Vorsitzende, Helmut Bauer sein Stellvertreter, Irene Kugler ist Schriftführerin, Werner Geiger Schatzmeister, Michael Kaiser und Hans Fürnkäs sind die Beisitzer.
Die Versammlung war längst überfällig, die letzte hatte im März 2020 stattgefunden, noch vor Corona. Das hat sich zumindest nicht auf den Mitgliederstand ausgewirkt, wie Schäfer berichtete. Am 1. Januar 2020 hatten die Haselmühler Siedler 203 Mitglieder, jetzt sechs weniger. „Man leidet auch nicht unter akuter Geldnot“, sagte Schäfer nach dem Bericht von Kassier Werner Geiger. Die Vereinsschatulle wurde mangels Aktivitäten kaum belastet, sie ist solide und stabil.
Wie auch bei anderen Siedlergemeinschaften schraubt sich aber die Altersstruktur immer mehr nach oben, die Hälfte der Mitglieder ist zwischen 51 und 70 Jahre alt. "Wir könnten uns auch Mittelalterclub oder Seniorenvereinigung nennen", nahm Schäfer die Altersstruktur humoristisch. Die Motivation des Nachwuchses sei ein echtes Problem.
Da hakte auch 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm ein, die daran erinnerte, dass Wohneigentum zum einen verpflichte, andererseits ein großes Maß an Eigenverantwortung verlange, dazu seien nicht mehr alle bereit. „Es ist schwer, heutzutage Kinder dafür zu begeistern“, weiß sie aus eigener Erfahrung. Dabei lasse sich durch eine starke Gemeinschaft viel erreichen, wie die Ortsteile Haselmühl und Kümmersbruck bewiesen, sagte Schäfer. Gleichwohl gebe es noch viel zu tun: „Der Ortsteil Haselmühl ist zwar lebenswert, aber nicht liebenswert“ sagte Schäfer, es fehlten die Wohlfühlpunkte.
Natürlich war auch der Baubeginn der Westumfahrung ein Thema, mit der viele Bürger offenbar Wohlfühlcharakter verbinden. Die Gemeinde in „Sippenhaft“ zu nehmen, obwohl die Sache entschieden und die Umfahrung bereits in Bau ist, sei unredlich, verurteilte Schäfer die Protestierer, denn die Baumaßnahme sei eine Maßnahme des Freistaates und nicht der Gemeinde.
Geehrt wurden: für 20 Jahre Mitgliedschaft Helmut Bauer, für 30 Jahre Manfred Fruth, Hubert Zeiler, Gabriele Wing, Helga Leitl, Karl Gerstenhöfer und Hans Fürnkäs, für 40 Jahre Alois Schwanzl und Ruth Kappl, für 50 Jahre Helmut Feuchtwurzer und Ludwig Mayer.














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