01.07.2019 - 11:39 Uhr
Haunritz bei KemnathOberpfalz

Anpacken, wenn Not am Mann ist

Von Stadtpfarrer Konrad Amschl erhält die restaurierte Fahne der Kötzersdorfer Wehr. In der Messe belässt es der Kemnather Seelsorger aber nicht nur bei Gebeten.

An der Segnung der restaurierten Fahne der Feuerwehr Kötzersdorf (rechts) durch Stadtpfarrer Konrad Amschl (Mitte vor der Haunritzer Kapelle) beteiligen sich auch die Kameraden vom Patenverein aus Höflas (links).
von Josef ZaglmannProfil

"Diese, der schmerzhaften Mutter Gottes geweihte Kapelle wurde zum Andenken an die verstorbene Schneidermeistersgattin Maria Pürner in München von ihrem Gatten Josef Pürner gestiftet", lautet die Inschrift auf einer Gedenktafel in der Haunritzer Kapelle. Der gebürtige Haunritzer hatte sie 1933 zum Andenken an seine früh verstorbene Ehefrau erbauen lassen. Zum Gedenken an den Erbauer dort jedes Jahr im Juni eine Stiftsmesse gefeiert. Zum Schutz vor der Sonne standen heuer vor der Kapelle Pavillons.

Nach dem Eingangslied "Alles meinem Gott zu Ehren" begann Stadtpfarrer Konrad Amschl die Gedenkmesse. Fabian und Jessica Wolter sowie Laura und Leonie Lauterbach taten als Ministranten Dienst am Altar. Fabian Pürner trug die Lesung und die Fürbitten vor. Josef Zaglmann begleitete die Volksgesänge auf seinem Keyboard. Viele Gottesdienstbesucher empfingen die heilige Kommunion.

Nach der Predigt nahm der Geistliche die Segnung der restaurierten Fahne der Feuerwehr Kötzersdorf vor. Diese war 1974 geweiht und für 4000 Euro von Fahnen Kössinger in Schierling fachkundig restauriert worden. Auf diesem Danner ist das Bild der Haunritzer Kapelle deutlich zu erkennen, ebenso der Spruch "Zu helfen, wo an Hilfe Not, sei unserer Wehr ein ernst Gebot".

Amschl fragte, warum der heilige Florian zum Schutzpatron der Feuerwehr geworden sei. "Aus Verantwortung für seine Mitmenschen war er bereit, in den Tod zu gehen", gab er sich selbst die Antwort. Es gebe auch heute noch Menschen, denen es nicht egal sei, was mit anderen passiere. "Die heutige Segnung der restaurierten Fahne ist Anlass, den Feuerwehrlern zu danken, die kräftig mit anpacken, wenn Not am Mann ist" betonte er. Dieser Segen gelte aber nicht nur der Fahne, sondern vor allem der Gemeinschaft, die sich in deren Zeichen versammele, nämlich dem Vorstand und den Mitgliedern der Feuerwehr Kötzersdorf. "Wer bei Jubiläen oder an festlichen Tagen hinter dieser Fahne hergeht, der bekennt sich öffentlich zu einer Gemeinschaft des Friedens und der Hilfsbereitschaft", hob der Geistliche hervor. Vorsitzender Peter Hautmann dankte Amschl und der Feuerwehr Höflas. Der Patenverein hatte mit einer Fahnenabordnung an dieser Zeremonie teilgenommen. Mit dem Wettersegen und dem Marienlied "Meerstern, ich dich grüße" endete die Stiftsmesse. Mit einem gemütlichen Beisammensein im Landgasthof Busch klang der Sommerabend aus.

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